Eklat um Aussteller auf der Buchmesse

Annabelle Mandeng zur Frankfurter Buchmesse: „Rassismus ist keine Meinung“

22. Oktober 2021 - 23:42 Uhr

Offene Worte im VIPstagram-Talk

Auf der Frankfurter Buchmesse sollte es eigentlich darum gehen, sich über die neusten Texte und Werke auf dem Markt auszutauschen. Doch in diesem Jahr wird das Event von einem Eklat überschattet. Viele Autorinnen und Autoren haben ihre Teilnahme an der Messe abgesagt. Der Grund: Auch rechtsextreme Verlage dürfen ausstellen. Eine Prominente, die angesichts der aktuellen Lage entschieden hat, nicht an der Messe teilzunehmen, ist Schauspielerin Annabelle Mandeng, denn für sie ist klar: "Rassismus ist keine Meinung". Welchen Vorwurf sie den Veranstaltern der Frankfurter Buchmesse macht, erzählt sie im VIPstagram-Talk im Video.

Annabelle Mandeng will, dass "wir uns gegen Rassismus wehren"

Die Diskussion angestoßen hatte Autorin Jasmina Kuhnke, die als erste ihre Teilnahme abgesagt hatte. Sie würde sich nicht sicher fühlen, ihr Buch "Schwarzes Herz" auf der Messe vorzustellen, wenn nur einige Meter neben der Bühne die Verlage "Jungeuropa" und "Oikos" mit ihren Ständen vertreten seien, erklärte sie. Beide Verlage stehen der AfD und der Neuen Rechten nahe. Kurze Zeit später hatten daraufhin auch weitere Promis, wie etwa Annabelle Mandeng, Riccardo Simonetti oder Nikeata Thompson ihre Teilnahme abgesagt.

"Ich werfe der Frankfurter Buchmesse vor, dass sie keine humanitäre Haltung eingenommen hat, die erstens menschlich sein müsste und zweitens vor allen Dingen in diesen Zeiten gezeigt werden sollte", erklärt Annabelle Mandeng ihre Entscheidung im VIPstagram-Interview. Es ginge nicht darum, die Meinungsfreiheit einzuschränken, sondern darum, "dass wir uns gegen Rassismus wehren". "Wir hoffen, dass die deutsche Gesellschaft nachzieht und uns auch das Gefühl gibt, dass wir hier sicher sind." (lsc)