Anna-Maria aus dem Koma erwacht

12. Januar 2011 - 8:25 Uhr

Anna-Maria "liegt im Bett und lächelt"

Gute Nachrichten aus dem Krankenhaus: DSDS-Star Anna Maria Zimmermann befindet sich auf dem Weg der Besserung. Das sagte Professor Fritz Mertzlufft, Chefarzt des Traumazentrums Bielefeld. Er sagte in einer Pressekonferenz, er habe gerade mit ihr gesprochen und ihr berichtet, dass er jetzt vor die Presse treten werde, um über ihren Zustand zu berichten. Er habe ihr auch gesagt, dass es für das, was sie mit ihren Schutzengeln alles mitgemacht hat ziemlich gut geht. Anna-Maria ist seit "zwei, drei Tagen" aus dem künstlichen Koma erwacht. Dies konnte man verantworten, da die "intensiv-medizinischen" Maßnahmen gegriffen haben. Man habe die künstliche Lunge abnehmen können, derzeit bestehe keinerlei Gefahr mehr für ein akutes Lungenversagen. Jetzt werde es ihr wahrscheinlich von Tag zu Tag besser gehen.

Jetzt besteht die Aufgabe der Ärzte darin, sie so weit zu stabilisieren, dass sie Mitte bis Ende nächster Woche ein weiteres mal operiert werden kann, um den großen Knochensplitter aus ihrer Lunge zu entfernen.

Es besteht aber auch weiterhin eine gewisse Bedrohung. Theoretisch könnten Probleme entstehen, es besteht zum Beispiel die Gefahr einer Lungenembolie, aber "ansonsten blicke ich recht hoffnungsfroh in die Zukunft", so Mertzlufft.

Sie bekommt Medikamente gegen die Schmerzen und zur Beruhigung, aber "sie liegt im Bett und lächelt ... nimmt alles wahr und schaut sich im Zimmer um".

Sie kann nicht sprechen, aber kommunizieren durch Schreiben, Nicken und Kopfschütteln. Auch zeige sie den Ärzten auch schon mal einen Vogel, wenn ihr irgendwas nicht passt.

Angst um die Stimme

Der Fokus der Ärzte besteht neben der Vorbereitung Anna-Marias auf die wichtige nächste Operation auf der seelischen Betreuung. Man habe ihr erklärt, warum der Luftröhrenschnitt nötig gewesen sei und was für Folgen er haben könnte. Nun habe sie die Angst, nicht mehr singen zu können. Außerdem käme jetzt die Phase, in der das Geschehene beginnt, an ihr vorbeizuflimmern. Anna-Maria beginne jetzt damit, sich Fragen zu stellen, das große Problem dabei sei, dass sie dafür 24 Stunden am Tag Zeit habe. Sie liege im Bett und wälze alles hin und her.

Die Sängerin wird im Moment noch nicht psychologisch betreut, sie habe deutlich gemacht, dass sie davon nicht so der Freund sei, so Mertzlufft. Um die Linderung der seelischen Last kümmern sich im Moment die Eltern und die behandelnden Ärzte.