Anmeldefrist für Ausgleichszahlungen endet

Thomas-Cook-Pleite: Geschädigte Urlauber müssen jetzt schnell sein

Rettung von Thomas Cook gescheitert
© dpa, Rick Findler, pat wst

02. November 2020 - 17:05 Uhr

Betroffene können sich nicht mehr lange für Ausgleichszahlungen registrieren

Der deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook meldete im September vergangenen Jahres Insolvenz an. Ein Schlag für viele Urlauber, die vorher eine Reise bei Thomas Cook gebucht hatten. Sie mussten nicht nur auf ihren Urlaub verzichten, sondern blieben auch erstmal auf den Reisekosten sitzen. Die Bundesregierung entschied deswegen im vergangenen Dezember, betroffenen Pauschalreisenden den Teil ihrer Kosten zu erstatten, der weder vom Insolvenzabsicherer Zurich-Versicherung noch durch Dritte ausgeglichen wird. Seit dem 6. Mai 2020 können sie ihre Ansprüche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz anmelden. Das geht aber nur noch für kurze Zeit.

Registrierung nur noch bis zum 15. November möglich

Nur noch bis zum 15. November 2020 können sich Betroffene anmelden, um die Ausgleichszahlungen zu erhalten. Danach ist eine Registrierung nicht mehr möglich. Damit die Ausgleichszahlungen auch wirklich fließen, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Reisekosten nicht bereits von der Zurich-Versicherung oder Dritten erstattet bekommen haben
  • Trotzdem müssen Sie Ihre Forderungen gegenüber der Zurich-Versicherung geltend gemacht und Ihre Forderung beim Insolvenzverwalter angemeldet haben.
  • Um die Ausgleichszahlung vom Bund zu bekommen, müssen Sie Ihre bestehenden Ansprüche gegenüber dem Reiseveranstalter, der Zurich-Versicherung und Dritten abtreten. So will der Bund diese Ansprüche gegen die Zurich-Versicherung und Thomas Cook verfolgen und möglicherweise gerichtlich geltend machen

Die genaue Vorgehensweise finden Sie hier. 

Bund hat bisher 31 Millionen Euro gezahlt

Als Ausgleich für geplatzte Reisen mit dem insolventen Anbieter Thomas Cook hat der Bund bisher mehr als 31 Millionen Euro gezahlt. In rund 21.100 Fällen hätten Pauschalreisende bereits Geld zugesprochen bekommen, teilte das Justizministerium mit. 89 000 Reisende haben sich demnach gemeldet, aber noch lange nicht alle die geforderten Unterlagen eingereicht.