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Anklage wegen Betrugs in Millionenhöhe mit "Fake-Shop"

Land- und Amtsgericht Frankfurt am Main
Das Landgericht ist zu sehen. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv © deutsche presse agentur

Die Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit einem bundesweiten Betrugsskandal um ein "Fake-Shop" Anklage gegen drei Männer beim Landgericht Frankfurt erhoben. Die Männer im Alter von 32 bis 55 Jahren sollen zwischen August und November 2017 durch Betrug in rund 9300 Fällen mehr als 5,1 Millionen Euro erlangt haben. Sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Wann der Prozess vor einer Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Frankfurt geführt wird, steht derzeit noch nicht fest.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio nach Angaben vom Freitag vor, zusammen mit Hintermännern in der Türkei einen Online-Handel für Unterhaltungselektronik eröffnet zu haben. Die Kunden leisteten Vorkasse, bekamen die angeblichen Schnäppchen aber nie zu sehen. Der Online-Handel soll mit Bestellungen von mehr als 28.000 Kunden einen Umsatz in höhe von etwa 11,4 Millionen Euro gemacht haben. Ermittler halten die Zahl der tatsächlich Geschädigten allerdings für wesentlich höher.

Ende November wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Online-Unternehmens eröffnet. Durch Pfändung waren nach Angaben der Anklagebehörde zuvor Vermögenswerte in Höhe von knapp 400.000 Euro gesichert worden.


Quelle: DPA

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