Anke Engelkes Projekt: Mehr als nur Malariaprophylaxe

13. Oktober 2015 - 15:40 Uhr

Hilfe für Tansania

Die Situation in Tansania ist dramatisch: Über 80.000 Kinder unter 5 Jahren sterben hier jährlich an der Malaria. Insbesondere die Region Ruvuma am Nyassasee gilt als Malaria- Hochrisikogebiet. Malaria und die damit verbundene Anämie sind die häufigsten Erkrankungen bei Kindern und die Haupttodesursache in der Region. Aber die Gesundheitsversorgung in dem abgelegenen Gebiet ist unzureichend: es gibt nur wenige Einrichtungen, die Malariadienste anbieten, und diese sind aufgrund der Vielzahl der Patienten überfordert. Zudem ist der Zugang aus den abgelegenen Dörfern zu den Gesundheitsstationen schwierig, vielfach muss ein langer Fußmarsch bewältigt werden.

Viele der kleinen Patienten schaffen aufgrund mangelnder Transportmöglichkeiten, zu großer Entfernung sowie fehlender finanzieller Mittel – viele Familien sind zu arm, um die Behandlungskosten bezahlen zu können – den Weg zur nächsten Gesundheitsstation nicht mehr und müssen sterben. Aber auch die Behandlung in den wenigen Gesundheitszentren ist nicht immer erfolgversprechend: es fehlt an der notwendigen Ausstattung, Therapiemöglichkeiten sowie teilweise auch dem medizinischen Know-how.

Das baufällige Gesundheitszentrum von Lituhi mit einem Einzugsbereich von 60.000 Patienten kann bei einer Kapazität zur stationären Aufnahme von 41 Patienten den Bedarf nicht einmal annähernd decken.

Anke Engelke sammelt Spenden

Anke Engelkes Projekt: Mehr als nur Malariaprophylaxe

Der RTL-Spendenmarathon und Anke Engelke wollen Spenden sammeln und das Zentrum renovieren. Es soll zu einem kleinen Krankenhaus ausgebaut werden. Mit der Einrichtung einer Kinder- und Malariaabteilung wollen wir zusätzliche Behandlungs- und Aufnahmekapazitäten schaffen. Im Gesundheitszentrum sollen die Diagnosemöglichkeiten verbessert und die Qualität der Behandlung unter anderem durch Schulung des Personals erhöht werden.

In einem umfangreichen Präventions- und Aufklärungsprogramm an Schulen und in den umliegenden Dörfern sollen die Menschen über Malaria und Präventionsmöglichkeiten informiert und mit dauerhaft imprägnierten Moskitonetzen versorgt werden. Ziel des Projektes ist es, die Malaria-Erkrankungen in der Region dauerhaft zu senken und vor allem für Kinder eine gute Therapie anzubieten.

Der Träger des Hilfsprojekts:

Action medeor - Deutsches Medikamenten Hilfswerk

Afrika/ Tansania: Anke Engelke, Kinderstation zur Malariabekämpfung