Angst vor Fake News: Twitter löscht 10.000 gefälschte Profile

© dpa, Andrew Gombert

3. November 2018 - 9:33 Uhr

Über die Twitter-Konten sollen "Fake News" verbreitet worden sein

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat zwischen Ende September und Anfang Oktober Tausende gefälschte Accounts gelöscht. Es handle sich um Konten, die in Hinblick auf die bevorstehenden US-Kongresswahlen "Fake News" verbreitet hätten.

Über die Twitter-Accounts wurde zum Wahl-Boykott aufgerufen

Vor den Kongresswahlen in den USA hat der Kurznachrichtendienst Twitter einem Bericht des Portals "TechCrunch" zufolge rund 10.000 gefälschte Konten gelöscht. Diese hätten vorgegeben, von den Demokraten betrieben zu werden, berichtete das Portal am Freitag.

Es seien Tweets veröffentlicht worden, mit denen Wähler von der Wahl in der kommenden Woche hätten abgehalten werden sollen. Die Konten seien Ende September bis Anfang Oktober entfernt worden. Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 hatte es eine regelrechte "Fake News"-Welle gegeben.

Noch ist unklar, wer hinter den gefälschten Twitter-Accounts steckt

"Wir entfernten eine Reihe Accounts, weil sie versuchten, Desinformation in automatisierter Weise zu teilen - eine Verletzung unserer Leitlinien", teilte ein Twittersprecher "Techcrunch" in einer Email mit. "Wir stoppten das schnell und an seinem Ursprung."

Allerdings habe das Unternehmen keine Beispiele für die Accounts angegeben, die entfernt wurden, berichtete das Portal. Auch sei nicht mitgeteilt worden, wer hinter der Aktivität stand.

Twitter hatte bereits Anfang des Jahres 1,2 Millionen Profile gelöscht

Anfang des Jahres hatte Twitter dem Bericht zufolge bereits 1,2 Millionen Accounts gelöscht, die terroristische Inhalte geteilt und beworben hatten. Twitter hat eigenen Angaben zufolge monatlich 335 Millionen aktive Nutzer.

Twitter versucht schon länger, härter gegen gefälschte Profile durchzugreifen, über die unter anderem Spam und politische Propaganda verbreitet werden. "Wir haben neue Mittel eingeführt, um problematisches Verhalten zu adressieren, dass die öffentliche Konversation verzerrt", hatte Twitter-Chef Jack Dorsey im Juli erklärt.