Angst und Schrecken in texanischer Stadt Austin: Wieder explodiert eine Paketbombe

20. März 2018 - 7:48 Uhr

Schon der vierte Anschlag in diesem Monat

In der texanischen Stadt Austin ist wieder eine Paketbombe explodiert und hat zwei Menschen verletzt. Es ist bereits der vierte Bombenanschlag in diesem Monat. Durch die drei vorherigen Explosionen waren ein Mann sowie ein Teenager getötet und zwei Frauen verletzt worden. Alle Opfer waren Afroamerikaner oder hatten hispanische Abstammung. War es also eine rassistische Tat? Die Ermittler schließen das nicht aus.

Ermittler sehen Zusammenhang

March 19, 2018 - Austin, Texas, U.S. - Interim Austin Police Chief BRIAN MANLEY gives an update at a news conference in the Travis Country neighborhood on the blast which injured 2 men Sunday. Four bombs have now gone off this month, killing 2 and in
Austins Polizeichef Brian Manley gibt Details zur neuerlichen Explosion bekannt.
© imago/ZUMA Press, Jay Janner, imago stock&people

"Es gibt eine Explosion", so der Funkspruch der Polizei in Austin. Zwei Radfahrer wurden verletzt, sind mittlerweile aber außer Lebensgefahr. Die Ermittler sehen einen Zusammenhang zu den vorherigen Anschlägen, auch wenn der Täter dieses Mal anders vorging. "Wir vermuten, dass diese Bombe durch einen Stolperdraht verbunden war", sagt Polizeichef Brian Manley. Bei Berührung des Drahtes wurde er aktiviert. 
 
Dieses Mal stand das Paket allerdings am Straßenrand, im Gegensatz zu den drei vorherigen, die direkt vor die Haustür gelegt wurden. Vermutlich vom Täter selbst, denn keine der Lieferungen wurde von Paketdiensten geliefert. Anfang März kamen zwei Schwarze beim Öffnen des explosiven Pakets ums Leben, deshalb schließt die Polizei ein Hassverbrechen nicht aus. Die Bevölkerung ist in Aufruhr. 

Polizei greift zu ungewöhnlichen Maßnahmen

An FBI agent ia seen at the crime scene on Mission Oaks Boulevard following an explosion in Austin, Texas, U.S., March 19, 2018. REUTERS/Sergio Flores
FBI-Agenten ermitteln in Austin/Texas.
© REUTERS, SERGIO FLORES, TB/SF/MGO

Aus Mangel an Hinweisen greift die Polizei zu ungewöhnlichen Maßnahmen und adressiert öffentlich eine Nachricht an den Täter. Sie will den Täter vestehehen. Ihm zuhören und erfahren, was ihn an diesen Punkt gebracht hat. Er solle anrufen oder online Kontakt aufnehmen.

Hinweise an die Behörden werden mit 115.000 Dollar (umgerechnet etwas mehr als 120.000 Euro, Anm. d. Red.) belohnt. Bis der Täter gefasst ist, löst jede Paketlieferung in Austin eher Angst als Freude aus.