Angriffe auf Asylbewerber in Dresden und Chemnitz

27. Januar 2015 - 12:03 Uhr

Offenbar fremdenfeindlicher Hintergrund

In Dresden ist ein Asylbewerber von mutmaßlichen Rechtsextremisten überfallen worden. Wie die Polizei mitteilte, schlugen vier Unbekannte am Sonntagabend in einer Straßenbahn auf den Libyer ein. Dabei habe ein Angreifer den Hitlergruß gezeigt und "Ausländer raus" sowie "Deutschland den Deutschen" gerufen. Der Asylbewerber konnte schließlich fliehen. Das auf extremistische Taten spezialisierte Operative Abwehrzentrum ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und sucht nach Zeugen.

In Chemnitz wurde ein 36-jähriger Asylbewerber aus Tunesien am Sonntagabend von mehreren Unbekannten zusammengeschlagen und schwer am Kopf verletzt. Zeugen beobachteten, wie die Angreifer anschließend in zwei Autos verschwanden. Am Tatort wurde ein Metallrohr als mögliche Tatwaffe sichergestellt. Wie die Polizei mitteilte, könnte es sich bei den Tätern um Tschetschenen gehandelt haben. Das Motiv sei unklar. Auch hier werden Zeugen gesucht.