Schwer verletzt im Krankenhaus

Angriff auf Bremer AfD-Chef: Vermummte prügeln Frank Magnitz bewusstlos

08. Januar 2019 - 10:56 Uhr

Die Angreifer lauerten dem Politiker vor Theater am Goetheplatz auf

Unbekannte haben den Chef der Bremer AfD angegriffen und bewusstlos geschlagen. Die Angreifer lauerten Frank Magnitz vor dem Theater am Goetheplatz auf. Der 66-Jährige kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Polizei sucht dringend nach Zeugen

Der Bundestagsabgeordnete sei von drei vermummten Männern angegriffen worden, als er die Kunsthalle verließ, teilte die AfD mit. Dort sei der Politiker auf dem Neujahrsempfang des Weser Kuriers gewesen. Die Angreifer sollen mit einem Kantholz auf Magnitz eingeschlagen haben. Laut AfD traten sie ihm auch noch gegen den Kopf, als er bereits bewusstlos am Boden lag.

Die Polizei erklärte, dass der 66-Jährige mit "einem unbekannten Gegenstand" angegriffen wurde. Zwei Handwerker, die in der Nähe einen Wagen beluden, entdeckten den Verletzten und wählten den Notruf. Ein Foto aus der Notaufnahme, das die AfD veröffentlichte, zeigt, wie übel der Politiker zugerichtet wurde.

Die Polizei gab keine Details zu dem Angriff bekannt. Die Ermittler gehen aber von einem politischen Motiv aus und suchen dringend nach Zeugen. Wer die Attacke, die sich am 7. Januar gegen 17:20 Uhr ereignete, beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0421 362-3888 zu melden.

"Wer Hass mit Hass bekämpft, lässt am Ende immer den Hass gewinnen"

Landesvorsitzender der Bremer AfD
Der Bremer AfD-Chef Frank Magnitz wurde von Vermummten angegriffen und schwer verletzt.
© dpa, Fabian Sommer, som axs pil

"Der polizeiliche Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Bremen haben die Ermittlungen aufgenommen", erklärte die Bremer Polizei. Sie äußerte sich nicht dazu, wie es Magnitz inzwischen geht.

Viele Politiker äußerten sich erschüttert und wünschten Magnitz baldige Genesung. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir twitterte, er hoffe, dass der oder die Täter bald ermittelt und verurteilt werden. "Wer Hass mit Hass bekämpft, lässt am Ende immer den Hass gewinnen", schrieb er.