Kanzlerin ringt nach Luft

War das Treppensteigen schuld an Merkels Kurzatmigkeit?

17. Juli 2019 - 11:02 Uhr

Angela Merkel im Interview kurzatmig

Angela Merkel war am Wochenende auf dem französischen Nationalfeiertag in Paris. Wie steht es wirklich um die Gesundheit der Kanzlerin, die letzte Woche einen heftigen Zitteranfall erlitt? Bei einem Interview im Élysée-Palast rang Merkel schwer nach Luft. In dem Video erklärt RTL-Reporter Carsten Lueb, dass die Kanzlerin vom Treppensteigen kurzatmig gewesen sein könnte.

Schnappatmung: Wie gut geht es der Kanzlerin wirklich?

Frankreich feierte seinen Nationalfeiertag am 14. Juli, um an den Sturm auf die Bastille zu erinnern. Neben anderen Staats-und Regierungsschefs war auch Angela Merkel vor Ort. Sie saß mit ihnen auf der Ehrentribüne auf dem Place de la Concorde und absolvierte das rund zweistündige Programm überwiegend im Stehen. Sie war leicht atemlos, aber souverän. Eine vierte Zitterattacke blieb aus. Aber: Bei einem anschließenden Interview rang sie schwer nach Luft.

In Paris wurde es ordentlich laut: Es marschierten rund 4.300 Soldaten - 70 Flugzeuge donnerten über die Gäste hinweg. Letzte Woche zitterte die Kanzlerin beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten beim Abspielen der Natonalhymnen und den militärischen Ehren. Anschließend versicherte Merkel, dass es ihr gut gehe: "Man muss sich keine Sorgen machen." Aber stimmt das wirklich?

Muss Merkel in der Öffentlichkeit über ihren Gesundheitszustand sprechen?

Bundeskanzlerin Angela Merkel in Paris
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Paris an der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag teilgenommen.
© dpa, Kamil Zihnioglu, BC frd

Die Bundeskanzlerin ist bekannt für ihre Kondition und dafür, dass sie keine Schwäche zeigt. Die  Mehrheit der Deutschen steht da hinter ihr: Sie finden, dass Angela Merkel über ihre jüngsten Zitteranfälle aber keine öffentliche Auskunft zu geben braucht. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" hervor.

59 Prozent der Befragten sprachen sich demnach dagegen aus, dass die CDU-Politikerin eine detaillierte öffentliche Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben sollte und erklärten, dies sei Privatsache der Kanzlerin. Nur 34 Prozent der Befragten plädierten für eine öffentliche Auskunft. Sieben Prozent zeigten sich unentschieden.