Angela Merkel erteilt Koalition mit AfD in Sachsen klare Absage: "Das kann ich kategorisch ausschließen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer bei einer Veranstaltung in Dresden im August. Merkel schließt eine Koalition mit der AfD nach der Landtagswahl in Sachsen "kategorisch" aus. Foto: Sebastian Kahnert
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28. September 2018 - 8:35 Uhr

Reaktion Angela Merkels auf umstrittene Hartmann-Äußerung

CDU-Chefin Angela Merkel hat Spekulationen über eine Koalition ihrer Partei mit der AfD nach der Landtagswahl in Sachsen im kommenden Jahr eine klare Absage erteilt. "Das kann ich kategorisch ausschließen", sagte die Kanzlerin. Sie sei sich sicher, dass dies auch der "überwiegende Teil der CDU in Sachsen" so sehe. Merkel reagierte damit in gleicher Weise wie zuvor bereits CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer auf Äußerungen aus der sächsischen CDU. Der neue CDU-Landtagsfraktionschef Christian Hartmann hatte eine Koalition mit der AfD nicht ausgeschlossen. "Das werden Sie jetzt von mir in dieser Form auch nicht hören", hatte er im MDR-Radio gesagt. Es gelte, nach der Wahl am 1. September 2019 vernünftige Entscheidungen zu treffen.

AfD: "Für uns ist die CDU derzeit nicht koalitionsfähig"

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel
AfD-Fraktionschefin Alice Weidel im Bundestag.
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Bereits Annegret Kramp-Karrenbauer hatte klar darauf reagiert: "Es wird keine Zusammenarbeit oder Koalition mit der AfD geben. Das ist die Beschlusslage in Präsidium und Bundesvorstand der CDU", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das habe auch Sachsens Regierungs- und CDU-Chef Michael Kretschmer erneut deutlich gemacht.

Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, sagte der "Rheinischen Post": "Für uns ist die CDU derzeit nicht koalitionsfähig." Im Einzelfall müsse allerdings der sächsische AfD-Landesverband nach der Landtagswahl entscheiden. Ähnlich äußerte sich Weidel in der Illustrierten "Focus".

Kramp-Karrenbauer sagte dem RND: "Wir sind die Volkspartei der Mitte. Wir grenzen uns klar nach rechts und links ab." Sie unterstrich den Anspruch ihrer Partei, einen eigenständigen Kurs zu verfolgen. "Wir bringen das Selbstbewusstsein auf, für uns selbst und unsere Ideen zu werben. Das gilt für Sachsen wie für ganz Deutschland."


Quelle: DPA/RTL.de