Angeklagter Kindermörder scheiterte bei Suizidversuch

11. Februar 2016 - 16:22 Uhr

Der dänische Vater, der die gemeinsamen Töchter lebendig verbrannt hat, sollte im Gerichtssaal auf seine Ex-Frau treffen. Doch vor der Begegnung versuchte er, sich das Leben zu nehmen. Der Däne hatte vor Gericht gestanden, seine neun und zehn Jahre alten Töchter während eines gemeinsamen Urlaubs im Sommer 2011 zunächst mit Schlafmitteln betäubt zu haben. In einem Waldstück am Rande der Autobahn 24 in Brandenburg setzte er daraufhin das Auto mit Benzin in Brand.

Der 40-Jährige sei in der Untersuchungshaft in medizinischer Behandlung gewesen und habe offensichtlich Tabletten gehortet. "Die Medikamentenabgabe wird zwar überprüft - doch ein Missbrauch ist nie gänzlich auszuschließen", so ein Sprecher des Justizministeriums. Nach dem Bericht der Gefängnisleitung hatte der Däne Anti-Depressiva und Schlafmittel erhalten. Den Angaben zufolge ist er noch von der Intensiv- auf die Wachstation verlegt worden. Spätestens in ein bis zwei Tagen werde er wohl ins Haftkrankenhaus verlegt werden können.