Prozessauftakt am Landgericht Bremen

Angeklagt wegen versuchten Mordes: 34-Jähriger soll auf Rocker geschossen haben

Das Landgericht in Bremen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archiv
Das Landgericht in Bremen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archiv
© deutsche presse agentur

16. März 2021 - 18:02 Uhr

Schüsse sollen aus einem Auto heraus gefallen sein

War es eine persönliche Fehde oder droht in Bremen ein neuer Rockerkrieg? Am helllichten Tag, mitten auf einer vielbefahrenen Straße in Bremen-Huchting soll ein 34-Jähriger im August vergangenen Jahres auf einen Mann geschossen haben. Aus einem Auto heraus. Mindestens fünf Schüsse sollen gefallen sein. Besonders brisant dabei: Das Opfer soll Mitglied in einem berüchtigten Rockerclub sein. Vor dem Landgericht Bremen startete jetzt der Prozess gegen den 34-Jährigen.

Böse Blicke

Vor Gericht wirkt der Angeklagte selbstbewusst, versteckt sein Gesicht nicht vor den Fotografen und Kamerateams. Dem Opfer wirft er zu Beginn böse Blicke zu. "Die Motive, Hintergründe der Tat, soweit sie sich erweisen lässt, sind jetzt Gegenstand der folgenden Beweisaufnahme. Es bleibt also abzuwarten, was die Beweisaufnahme ergibt", erklärt Thorsten Prange vom Landgericht Bremen im RTL Nord-Interview.

Der Angeklagte habe versucht, einen Menschen heimtückisch zu töten

Laut Staatsanwaltschaft sei der Angriff völlig unvermittelt und für den aus Niedersachsen stammenden Mann unerwartet geschehen. Der Angeklagte habe versucht, einen Menschen heimtückisch zu töten. Ein Schuss habe das Opfer getroffen. Laut Polizei wollte sich der Verletzte damals von seinem Fahrer in eine Klinik bringen lassen. Er sei dann vor einem Krankenkassengebäude abgesetzt und später von einem Rettungswagen in ein Klinikum gebracht worden.

War es versuchter Mord?

Der 34-jährige Angeklagte sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Und dort wird er wohl erst einmal noch länger bleiben müssen, denn für den Prozess gegen ihn sind 23 weitere Hauptverhandlungstage angesetzt.

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