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Angehörige suchen "Helden von Mallorca": Der Deutsche soll Úrsula (7) vor dem Ertrinken gerettet haben

Bei katastrophalen Überschwemmungen auf Mallorca sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen.
Die Flutkatastrophe auf Mallorca hat eine glückliche Familie auseinandergerissen. © Facebook/Joana Lliteras Planas

So viel ist bekannt: Úrsulas Lebensretter heißt Daniel und ist Radfahrer

Die tödliche Flut überraschte die Menschen auf Mallorca. Mindestens zwölf Personen starben im Gewitterchaos - und es hätten noch mehr sein können, wenn Daniel nicht zur Stelle gewesen wäre. Der Radfahrer soll die siebenjährige Úrsula vor dem Ertrinken gerettet haben. Jetzt suchen die Angehörigen nach dem Deutschen, um ihm zu danken. 

Das Mädchen verlor seine Mutter - der Bruder wird noch vermisst

Die dramatische Szene ereignete sich am Dienstag in der 8.000-Einwohner-Gemeinde Sant Llorenç rund 60 Kilometer östlich von Mallorcas Hauptstadt Palma: Joana L. war mit ihrer Tochter Úrsula (7) und ihrem Sohn Artur (5) im Auto unterwegs, als sie laut "Mallorca Zeitung" von den Wassermassen überrascht wurden. 

Offenbar blieben sie stecken. Nach Augenzeugenberichten konnte die Mutter ihre Tochter dank des Radfahrers noch aus dem Auto retten. Als sie ihren Sohn herauszerren wollte, soll das Fahrzeug von den Fluten mitgerissen worden sein. Den Leichnam der Mutter fanden die Rettungskräfte später im Inneren des Wagens. Nach dem Jungen wird noch immer gesucht.

Der Vater der Kinder weilte zum Unglückszeitpunkt in London. Er soll laut dem Zeitungsbericht kurz vor dem tragischen Unfall mit seiner Frau telefoniert haben. 

Familienangehörige wollen Daniel für die Rettung danken

Angehörige der Familie suchen nun nach dem Mann, um sich für die Rettung der kleinen Ursula zu bedanken. Laut dem Zeitungsbericht heißt er Daniel, kommt aus Deutschland und ist Radsportler. Die Angehörigen bitten um Informationen per E-Mail an mariapuigros@hotmail.com.

Mallorca: Geflutete Häuser, weggespülte Autos, Schlamm auf den Straßen

In der Gemeinde Sant Llorenç auf Mallorca gab es mehrere Todesopfer. Dort war ein Sturzbach über die Ufer getreten. Die Wassermassen verwandelten die Straßen innerhalb von Minuten in reißende Flüsse. Zahlreiche Autos wurden mitgerissen und Häuser unter Wasser gesetzt. 233 Liter Wasser sollen binnen weniger Stunden vom Himmel gefallen sein.

Die betroffene Gegend wurde von der spanischen Regierung zum Katastrophengebiet erklärt. 400 Rettungskräfte sind im Einsatz. Die Regierung der Balearen schickt Experten in die verwüsteten Dörfer, die sich ein Bild von den Schäden machen sollen.

Insgesamt sind zwölf Menschen bei den Fluten auf Mallorca ums Leben gekommen. Neben Artur wurden noch zwei weitere Personen vermisst. Dabei soll es sich laut Auswärtigem Amt um zwei Deutsche handeln. Die spanische Polizei hat sie inzwischen identifiziert.

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