Angehender Pastor wacht neben erstochener Frau auf – wurde er im Hustensaftrausch zum Mörder?

10. Oktober 2017 - 21:54 Uhr

Matthew konnte sich an nichts erinnern

Die Geschichte, die Matthew P. dem Notruf erzählte, klingt wie ein Albtraum. "Ich glaube, ich habe meine Frau getötet", sagte der angehende Pastor am Telefon. Der 28-Jährige aus Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina wurde wach, schaltete das Licht ein und entdeckte seine Frau erstochen neben dem Bett. Er selbst war über und über mit Blut beschmiert. Er könne sich an nichts erinnern. Vor dem Schlafengehen habe er aber eine große Menge Hustensaft eingenommen.

Unzurechnungsfähig wegen Hustensaft?

Im Rausch habe er Lauren dann anscheinend getötet, erklärte Matthew. Aber kann das sein? Kann Hustensaft einen völlig normalen Menschen so unzurechnungsfähig machen, dass er seine geliebte Frau ersticht? Das Paar war erst seit wenigen Monaten verheiratet und galt als glücklich.

'Coricidin', das Mittel, das Matthew nahm, ist in Deutschland gar nicht erlaubt. Der 28-Jährige hatte Schlafprobleme und schluckte darum eine größere Menge Hustensaft. Er nahm das Medikament regelmäßig, um besser einschlafen zu können.

Der Hustensaft ist in der Drogenszene sehr beliebt

In den USA ist es als Hustensaft frei verkäuflich. Experten sehen das kritisch. Das Medikament sei "ein beliebtes Mittel in der Drogenszene um zu mixen", erklärte der Kriminalbiologe Mark Benecke. Vielleicht habe der angehende Pastor wirklich nicht gewusst, was er tat. Was Ärzte dazu sagen, ob eine Überdosis Hustensaft einen Menschen wirklich zum Mörder machen kann, sehen Sie im Video.

Ob die Richter dem Mann glauben, ist offen. Ein ärztliches Gutachten steht noch aus. Erst dann entscheidet sich, ob der 28-Jährige für schuldunfähig erklärt werden kann. Im Falle einer Verurteilung droht Matthew lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe.

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