Hass auf SPD-Gesundheitsexperte

Farbangriff: Unbekannte zerstören Auto von Karl Lauterbach

Karl Lauterbachs Auto wurde von Unbekannten zerstört - das teilte der SPD-Politiker auf Twitter mit.
Karl Lauterbachs Auto wurde von Unbekannten zerstört - das teilte der SPD-Politiker auf Twitter mit.
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19. April 2021 - 13:39 Uhr

Immer wieder verbale Angriffe und Drohungen gegen SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach

Seit Beginn der Corona-Pandemie kämpft Karl Lauterbach mit Hass und Hetze gegen seine Person. Morddrohungen, Hassbriefe und Gewaltfantasien muss der SPD-Politiker vor allem im Netz über sich ergehen lassen. Nun haben Unbekannte sein Auto zerstört, wie der Gesundheitsexperte auf Twitter mitteilte.

Karl Lauterbach auf Twitter: "Auch die Scheiben, ich kann ihn nicht mehr fahren"

"Gestern Nacht hat es meinen geliebten Stadtwagen erwischt. Farbeimer, er sieht schrecklich aus", schrieb Lauterbach in der Nacht auf Samstag auf Twitter. Er werde den Wagen wohl nicht mehr fahren können, denn auch die Scheiben seien voller Farbe. Die Polizei bestätigte den Vorfall, teilte jedoch keine weiteren Details mit.

Lauterbach will sich nicht zum Schweigen bringen lassen

Entmutigen lassen will Lauterbach sich von dem Angriff auf sein Auto jedoch nicht, wie er selbst schreibt. "Wir werden nie aufgeben. Wir sind viele..." Heißt es in seinem Tweet weiter. Darunter finden sich viele Solidaritätsbekundungen anderer User. "Danke, dass Sie sich von dieser radikalen Minderheit nicht klein kriegen lassen und weiter machen. Wir brauchen Ihre Stimme der Vernunft!", heißt es unter anderem.

Lauterbach muss Anfeindungen über sich ergehen lassen

Der Mediziner Lauterbach ist in der Corona-Pandemie allgegenwärtig, er gilt als Verfechter einer vorsichtigen Linie im Kampf gegen das Coronavirus. Dafür bekommt er Zuspruch, muss aber auch viel Kritik einstecken. Trotz Drohungen gegen ihn will er weiterhin lautstarker Teil der Corona-Debatte sein. "Ich habe nicht vor, mich einschüchtern zu lassen. Diese Menschen werden mich nicht zum Schweigen bringen", sagte Lauterbach bereits im Februar.

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