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Andrea Nahles zieht nach einem Jahr Bilanz: Mindestlohn ist trotz Kritik ein Erfolg

Andrea Nahles zieht nach einem Jahr Bilanz: Mindestlohn ist trotz Kritik ein Erfolg

Trotz großer Kritik ist Lohnuntergrenze von 8,50 Euro ein Erfolg

Vor der Einführung liefen vor allem Unternehmen Sturm gegen den Mindestlohn. Massenentlassungen, steigende Arbeitslosigkeit und Firmenpleiten wurden vorausgesagt. Ein Jahr nach der Einführung des Mindestlohns zieht Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zufrieden Bilanz.

Bilanz nach einem Jahr: Mindestlohn ist ein Erfolgsmodell
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles freut sich: "Der Mindestlohn wirkt."
dpa, Britta Pedersen

Die Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur belegen, dass es kaum Entlassungen gab. Bei Löhnen von vier bis fünf Euro seien 8,50 Euro als Mindestlohn aber notwendig gewesen, so die Ministerin. Dadurch sei die Kaufkraft gestiegen. "Es gibt vier Millionen Leute, die mehr Geld in der Tasche haben", sagte Nahles.

Seit der Einführung des Mindestlohns fielen zwar knapp 130.000 Minijobs weg, doch rund die Hälfte davon wurde in reguläre Jobs umgewandelt. Bei Restaurantbesuchen, Wäschereinigung und Taxifahrten bewirkte der Mindestlohn eine Preissteigerung von im Schnitt drei bis rund 13 Prozent. Eine von Gewerkschaften geforderte Steigerung des Mindestlohns sieht die Bundesregierung skeptisch. Den Erfolg des Mindestlohns bewirke auch die momentan gute Konjunktur, gibt Nahles zu, und die könne sich ja bekanntlich ändern.