Der Amokläufer von Winnenden hat einem rechtsmedizinischen Gutachten zufolge nicht gezielt auf Mädchen geschossen. "Er hat nicht selektiv geschossen", sagte Rechtsmediziner Heinz-Dieter Wehner vor dem Landgericht Stuttgart. Der 17-Jährige habe mehreren seiner Opfer beim Amoklauf am 11. März 2009 in der Albertville Realschule gezielt in den Oberkörper geschossen, dabei aber nicht zwischen Mädchen und Jungen unterschieden. Wehner bestätigte, dass der Amokläufer Selbstmord beging. Sein Vater steht wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz vor Gericht. Er hatte die Waffe unverschlossen im Schlafzimmerschrank aufbewahrt.