Amokläufer in Afghanistan war betrunken

Der US-Soldat, der in Afghanistan 16 Zivilisten erschossen hat, war nach Angaben eines Regierungsvertreters betrunken. Der Amoklauf sei "das Ergebnis einer Mischung aus Stress, Alkohol und familiärer Probleme gewesen", sagte ein US-Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, der 'New York Times'. "Er ist einfach ausgerastet". Der Anwalt erklärte hingegen, der 38-jährige Soldat habe vermutlich unter Stress gelitten, weil er nach drei Einsätzen im Irak entgegen der Zusage der US-Armee erneut in ein Kriegsgebiet geschickt worden sei. Alkohol und Probleme mit der Familie seien nach seinen Informationen nicht im Spiel gewesen.

Als Reaktion auf den Amoklauf sprach sich der afghanische Präsident Hamid Karsai dafür aus, den bis Ende 2014 geplanten Abzug der Nato-Truppen um ein Jahr vorzuziehen. Der Soldat hatte am Wochenende mindestens 16 Dorfbewohner getötet, darunter viele Kinder und Frauen.