Geringerer Stromverbrauch, mehr Funktionen

Amazon präsentiert neue Echo-Lautsprecher und gibt Alexa ein Update

Der Echo-Dot 2020 ist rund, nicht mehr zylindrisch wie die Vorgänger aus der Amazon-Lautsprecher-Reihe.
© Amazon

25. September 2020 - 9:12 Uhr

Reagiert Alexa bald menschlicher?

Unterhaltungen mit der digitalen Sprachassistentin Alexa sind momentan noch sehr hölzern – aber sie sollen natürlicher werden. Dieses Ziel hat Amazon sich jetzt öffentlich in einer Online-Präsentation gesetzt, bei der auch diverse neue "Echo"-Lautsprecher-Versionen* vorgestellt wurden. Zum einen soll die Software mehr wie ein Mensch klingen, sagte Amazon-Manager Rohit Prasad am Donnerstagabend. Außerdem soll Alexa in einfache Gespräche im Haushalt eingebunden werden können.

"Echo"-Lautsprecher sind jetzt rund

Die gesamte neue Echo-Modellreihe ist rund wie eine Kugel. Bisher hatten die meisten Echo-Modelle seit der ersten Generation die Form eines Zylinders. Die Idee kugelförmiger Lautsprecher sei gut bei Verbrauchern angekommen, sagte Geräte-Chef Dave Limp. Außerdem könne Amazon damit besseren Sound umsetzen.

Als Erscheinungstermin für den neuen Echo-Dot gibt Amazon den 22. Oktober an, das Gerät ist aber vorbestellbar* 🛒. Andere Geräte erscheinen erst im November.

"Echo Show" bekommt drehbares Display

Auch neu: Das Diplay des Modells "Echo Show"* 🛒 kann sich jetzt drehen, damit der Nutzer es im Blick behalten kann, auch wenn er sich im Raum bewegt. Dafür erkenne die Kamera die Form eines Menschen, aber es gebe keine Gesichtserkennung, betonte Limp. Amazon habe dabei besonderen Wert auf einen lautlosen Motor gelegt. Durch die Drehfunktion könne man den Echo Show von unterwegs jetzt auch besser als Sicherheitskamera nutzen.

Eine Sicherheitskamera fliegt als Mini-Drohne durch die Wohnung

Die Echo-Geräte haben jetzt einen bei Amazon entwickelten zusätzlichen Chip, der auf maschinelles Lernen unter anderem zur besseren Spracherkennung zugeschnitten ist. Der Chip mit der Bezeichnung AZ1 werde mit dem Hauptprozessor kombiniert und solle auch in künftige Amazon-Geräte kommen, sagte Limp.

Das Ungewöhnlichste an dem am Donnerstag vorgestellten neuen Gerät ist eine Sicherheitskamera der Tochterfirma Ring, die als Mini-Drohne durch den Haushalt fliegen kann, um verschiedene Räume abzudecken. Sie ist laut Limp etwa für Kunden gedacht, die nicht mehrere Kameras in verschiedenen Räumen platzieren wollen oder können. 

Mit Ring will Amazon auch stärker ins Auto vorstoßen. Als Nachrüstgerät gibt es eine Ring-Autoalarmanlage mit Sensoren und Sirene. Eine Kamera soll den Auto-Innenraum schützen. Außerdem bietet Amazon aber auch eine Schnittstelle für Autohersteller an, damit sie Ring-Sicherheitsfunktionen direkt integrieren können.

Amazon will beim Thema Online-Gaming mitverdienen

Nach Konkurrenten wie Google und Microsoft startet auch Amazon ein Online-Angebot von Videospielen. Die Games laufen dabei eigentlich auf den Servern des Konzerns und nicht auf den Geräten des Nutzers und werden über eine schnelle Internet-Verbindung auf seinen Bildschirm gestreamt. Amazons Geschäftsidee für den Dienst mit dem Namen "Luna" sind dabei Kanäle verschiedener Spieleanbieter, die Kunden abonnieren können.

Amazon macht es Alexa-Nutzern auch einfacher, ihre Daten zu löschen. Beispielsweise wird man der Sprachassistentin befehlen können: "Alexa, lösche alles, was ich jemals gesagt habe." Vorgesehen sei auch eine Einstellung, mit der frische Sprachaufnahmen gleich gelöscht werden. Amazon war - wie auch andere Anbieter von Sprachassistenten - im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, weil anonymisierte Fragmente von Mitschnitten zum Teil von Mitarbeitern angehört wurden, um die Spracherkennung zu verbessern.

Stromverbrauch der Echo-Geräte im Fokus

Den Stromverbrauch seiner Echo-Geräte will Amazon künftig - auf Basis von Schätzungen - mit erneuerbaren Energien ausgleichen. Die Geräte sollen zudem einen Modus mit niedrigerem Energieverbrauch bekommen.

Quelle: dpa / RTL.de

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