1,5 Mio. Tote durch schmutziges Wasser

Am 22. März ist Weltwassertag – Fakten zu unserem Trinkwasser

Ein für uns selbstverständliches Bild - Trinkwasser aus dem Hahn -, doch ist das nicht überall auf der Welt so.
© imago/photothek, Thomas Trutschel/photothek.net, imago stock&people

13. August 2020 - 10:51 Uhr

Ein Menschenrecht, auf das viele keinen Zugriff haben

Ohne Wasser ist Leben nicht möglich. Vor zehn Jahren wurde der Zugang zu sauberem Wasser durch die Vereinten Nationen zu einem Menschenrecht. Nur an der Umsetzung hapert es. Und nun begeht die Welt am 22. März den Weltwassertag. Zeit, einmal zu zeigen, mit welchen Problemen die Menschen konfrontiert sind.

1,5 Millionen Tote durch schmutziges Wasser pro Jahr

Denn alleine mit einem Recht auf sauberes Wasser ist es natürlich nicht getan. Und selbst wenn Wasser zur Verfügung steht, ist es oft beispielsweise voller Mikroplastik. Großkonzerne dürfen unter Billigung von Regierungen Trinkwasserquellen privatisieren. Dann müssen die Menschen das Wasser teuer kaufen.

Bis heute sterben jährlich rund 1,5 Millionen Menschen an verunreinigtem Wasser. Diese Menschen nehmen über schmutziges Wasser Bakterien auf, sterben oft an Durchfallerkrankungen. Die hohe Todeszahl liegt auch am Müll, der nicht entsorgt wird, sondern einfach in Seen und Flüssen landet. Die Landwirtschaft verseucht zudem das Grundwasser, auch in Deutschland. Die EU hat Deutschland sogar schon wegen der hohen Nitratbelastung verklagt.

Mehr zum Thema: Warum wir kleine Wassersünder sind.

Zahlen und Fakten zu unserem Trinkwasser

Deutschland ist ein wasserreiches Land. Deshalb können wir uns die Probleme andere Länder kaum vorstellen. Aber Wassermangel gehört für Milliarden Menschen zum täglichen Leben. Jeder 6. Erdenbürger hat keinen Zugang zu frischem Trinkwasser.

187 Kinder sterben jede Stunde, weil sie kein Trinkwasser haben. In Afrika verbringt jeder vierte Mensch am Tag eine halbe Stunde damit, sich Wasser zu besorgen. Und 2,6 Milliarden Menschen, also ungefähr jeder Dritte, hat keinen Zugang zu einer sauberen Toilette. Das ist für uns unvorstellbar – aber ein Riesenproblem für große Teile der Welt.

Am 22. März an die weniger glücklichen Menschen denken

Brandrodung im Amazonas-Regenwald, Brasilien, Amazonasgebiet slash and burn cultivation in the Amazon rain forest, Brazil, Amazon region BLWS355394Burning in Amazon Rain forest Brazil Amazon Slash and Burn Cultivation in The Amazon Rain Forest Brazil
Die Rodung des Amazonas Regenwaldes verändert und verkürzt die Regenzeiten.
© imago/blickwinkel, imago stock&people

Klimawandel und die fortschreitende Verwüstung befeuern den Wassermangel auf dem Planeten. Rigorose Abholzung verändert die Regenfälle und verkürzt die Regenzeiten. Besonders in Afrika dauern Trockenzeiten immer länger an.

Die Vereinten Nationen haben berechnet, dass eine Erderwärmung von 2 Grad drei Milliarden Menschen in Wasserstress bringen wird. Das bedeutet, diese Menschen werden Probleme haben, sich ausreichend mit Wasser zu versorgen. Eine unglaublich hohe Zahl.

Am Weltwassertag soll dieser Menschen gedacht werden. Und vielleicht schaffen wir es ja auch in Deutschland, ein wenig sorgsamer mit diesem Gut umzugehen.

Hintergrund: Alle Zahlen dieses Artikels wurden von den Vereinten Nationen zum Weltwassertag veröffentlicht.

Wetterinfos

Bleiben Sie informiert über das Wetter in unserem 7-Tage-Trend oder auch unserer Prognose für die kommenden 30 Tage.