Am 22. April ist Earth Day: Mein Essen verändert die Welt

22. April 2016 - 14:58 Uhr

Jeder kann was tun - es sind nur kleine Schritte

Am 22. April ist Earth Day, der Tag der Erde. Das ist nun schon seit 46 Jahren so. 1970 wurde dieser Erinnerungstag ins Leben gerufen, schon bei seiner ersten Austragung machten 20 Millionen Menschen mit vielen Aktionen mit.

Heute ist der Earth Day eine Institution. Er wird in 197 Ländern begangen und soll uns dazu anregen, unser Konsumverhalten zu überdenken. Denn unsere Ressourcen sind begrenzt, es leben immer mehr Menschen auf der Welt und daher kann es ein 'Weiter so' nicht geben.

Das Motto 2016 heißt: "Mein Essen verändert die Welt". Was wir essen, hat einen enormen Einfluss auf das Klima und natürlich auch auf unsere eigene Gesundheit.

Die Veranstalter des Earth Day zeigen aber nicht einfach mit dem Finger auf uns und sagen: "Hej, ihr müsst verzichten." Nein, es geht auch ohne Verzicht. Wir müssen eben anders essen. Es sind viele kleine Schritte, die wirklich jeder gehen kann.

Unsere Essgewohneiten haben unglaubliche Auswirkungen. Ein paar Beispiele:

Wir essen ungefähr 500 Kilogramm Lebensmittel im Jahr, das produziert etwa zwei Tonnen Kohlendioxid. Knapp die Hälfte entsteht bei der Erzeugung, der Rest durch Lagerung, Verarbeitung, etc. Was kann man tun? Auf Verpackungen verzichten, auf lokalen Märkten kaufen und auch nur das kaufen, was man auch wirklich isst. Denn Hand aufs Herz: Wie viel essen landet einfach in der Mülltonne?

Fleisch ist ein Klimakiller. Niemand erleidet einen Schaden, wenn er mal auf ein Stück Fleisch verzichtet. Übrigens entsteht im Bio-Anbau etwa 20 Prozent weniger CO2, doch auch das ist immer noch viel. Besser also einfach mal vegetarisch essen, schont auch den Geldbeutel.

In knapp 200 Ländern laufen die unterschiedlichsten Aktionen

Eaerth Day
Wie hier in Indonesien werden anlässlich des Earth Day 7,8 Millionen Bäume gepflanzt.
© dpa, Hotli Simanjuntak

In Indonesien haben Studenten die ersten von 7,8 Millionen Bäume weltweit gepflanzt. Bis zum 50. Bestehen des Earth Days im Jahr 2020 sollen die Bäume gepflanzt sein. Solcherlei Aktionen gibt es überall.

Mangrovenwälder werden gesäubert, auf den Philippinen werden Küsten gereinigt, in Thailand wird für vegane Ernährung geworben, in China wird an Schulen Umweltschutz unterrichtet, in den USA sollen die Menschen versuchen, so energieneutral wie möglich zu leben. Und der Internet-Riese Google wartet mit fünf Doodles auf.