Abgetrennte Vorderbeine und eingeschnittene Ohren

Dalmatiner-Welpe aus chinesischem Schlachthof gerettet

05. August 2020 - 9:22 Uhr

So tapfer: Die Dalmatiner-Dame Emma Roo

Dalmatiner Emma hat in ihrem kurzen Hundeleben schon eine ganze Menge durchgemacht: Erst wurde sie von ihren Besitzern einfach ausgesetzt, dann in einem chinesischen Schlachthof in Xi´An auf brutale Weise misshandelt. Mitarbeiter schnitten die Ohren der Hündin und den Schwanz ein und trennten sogar Emmas Vorderbeine ab. Mit gerade einmal acht Wochen wird sie dann aus dem Schlachthof gerettet. Jetzt endlich, mit drei Jahren, hat sie eine liebe Hunde-Besitzerin gefunden: Die 27-jährige Misha Rackcliff Hunt aus Charleston in den USA. Wie es Hundedame Emma in ihrem neuen Zuhause geht, zeigen wir im Video.

Happy End nach langem Leidensweg

Endlich ist der Schrecken für Hündin Emma vorbei: Seit Anfang des Jahres wohnt sie bei Hundemama Misha in den USA, die durch eine Website auf den Dalmatiner aufmerksam geworden ist. Als Welpe kam Emma in einen chinesischen Schlachthof. Tierärzte vermuten, dass sie von den Schlachthof-Mitarbeitern ohne Betäubung gequält wurde, weil man dort davon ausgehe, dass das Fleisch durch den Adrenalin-Ausstoß noch zarter wird. 

Wegen einer Missbildung an den Zehen wurde Emma dann aber einfach aussortiert und ausgesetzt. Eine Tierklinik in Peking nahm die damals acht Monate alte Hündin auf und vermittelte sie in eine chinesische Familie. Nach zwei Jahren landete sie wieder in der Tierklinik. Dieses Mal wandten sich die Ärzte an eine gemeinnützige Dalmatiner-Rettungs-Organisation. Emmas Bild wurde online gestellt und Misha verliebte sich sofort in die süße Dalmatiner-Dame.

Glücklicher Hund auf zwei Beinen

"Als ich sie zum ersten Mal nach Hause brachte, hat sie jedes Mal, wenn ich das Zimmer verlassen habe aus tiefster Seele gejault. Sie hat auch immer ihr Essen und ihr Spielzeug beschützt", erzählt Misha. Weil sie außerdem Angst vor Männern hatte, brachte sie Emma Roo wöchentlich zu einem Massage-Therapeutin. Seitdem sei Emma wie ausgewechselt und auf dem Weg zu einer unbekümmerten, glücklichen Hundedame. Mit ihrem durch Spenden finanzierten Rollstuhl ist sie außerdem ein kleiner Star in Charleston und auf Instagram.