Als Siebenjährige gestalkt : Täter nach 13 Jahren wieder auf freiem Fuß - und Susans Albtraum beginnt erneut

21. November 2018 - 6:32 Uhr

Holger K. (40) wollte Susan (7) heiraten

Susan war gerade einmal sieben Jahre alt, als Holger K. (Name geändert) behauptete, sie sei seine "von Gott auserwählte Ehefrau". Der 40-Jährige gab sich als Kinderbetreuer aus und erschlich sich so das Vertrauen des Mädchens und ihrer Familie. Als der Mann Susan immer mehr bedrängte und verfolgte, schaltete die Familie die Polizei ein.

2004 kam der Stalker in die Psychiatrie

Holger K. behauptete, in Susan verliebt zu sein. Eine Liebe, die seiner Meinung nach auf Gegenseitigkeit beruhte. In seinem Tagebuch schrieb er über sein Verhältnis zu der Siebenjährigen. In den Prozessakten von damals steht zum Beispiel: "Der Angeklagte findet, entsprechend seinen Aufzeichnungen, den Anblick des bäuchlings auf dem Skateboard liegenden siebenjährigen Kindes ziemlich erotisch." Der Richter entschied, dass der psychisch kranke Mann, der als schuldunfähig eingestuft wurde, in einer forensischen Klinik untergebracht werden muss.

13 Jahre später wurde er nun wieder entlassen und nahm sofort Kontakt zu seinem damaligen Opfer auf. Er spürte die heute 21 Jahre alte Susan auf und hinterließ einen handgeschriebenen Zettel in ihrem Briefkasten. Was auf dem Zettel stand, erzählt die junge Frau im Video.

Susan ist völlig verängstigt

Für sie wiederholt sich nun der Stalking-Albtraum von 2004. Susan ist inzwischen so verängstigt, dass sie sich nicht mehr alleine in ihre Wohnung traut. Sie schläft nachts bei einer Freundin, weil sie fürchtet, dass der Stalker versuchen könnte, sie zu entführen. Als sie die Nachricht von Holger K. in ihrem Briefkasten fand, ging sie sofort zur Polizei. Doch die Beamten auf der Wache nahmen die 21-Jährige nicht ernst und fühlten sich nicht zuständig.

Weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wusste, bat Susan die RTL-Reporterin Ann Heigl um Hilfe. Sie hat sich nun in den Fall eingeschaltet. Was sie erreichen konnte, erfahren Sie am 21. November 2018 bei Punkt 12.