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Alltag, Verhalten, Mentalität - so tickt die Jugend 2019

Familienministerin Giffey stellt 18. Shell-Jugendstudie vor

Alltag, Verhalten, Mentalität - so tickt die Jugend 2019

„Fridays for Future“ in München.
Schüler demonstrieren bei „Fridays for Future“ in München.
www.imago-images.de, imago images/Alexander Pohl, Alexander Pohl via www.imago-images.de

So tickt die Jugend

Einen Vorgeschmack auf die Ergebnisse der 18. Shell-Jugendstudie liefern die wöchentlichen „Fridays for Future“-Demonstrationen von Schülern und Studenten auf deutschen Straßen. Klar, das Thema Klima- und Umweltschutz liegt der jungen Generation am Herzen. Doch damit nicht genug. Die 18. Shell-Studie hat über einen Zeitraum von vier Jahren Alltag, Verhalten, Mentalität und Herausforderungen von Jugendlichen in Deutschland untersucht. Auf 383 Seiten erklärt die Studie, die am Dienstag vom Bundesfamilienministerium in Berlin vorgestellt worden ist: So tickt Teenie-Deutschland.

Generation Klartext

Jugendliche sagen klar und deutlich, was sie denken. Ihre Ansprüche, Interessen und Wertvorstellungen machen sie nicht nur untereinander deutlich, sondern auch gegenüber der Politik, dem Familien- und Freundeskreis, aber auch dem Arbeitgeber. Auch wenn Jugendliche mit der Politik unzufrieden sind und ihre Forderungen stellen, blicken sie optimistisch in die Zukunft. Während Europa als Wertegemeinschaft und Bündnis für genauso wichtig gehalten wird, wie die Demokratie, in der die Jugendlichen aufwachsen, trifft die Klimapolitik der Bundesregierung auf Ablehnung. Am meisten Angst, macht der „Generation Greta“ die Umweltzerstörung. Die Nachricht an die Erwachsenen ist deutlich: „Wir bleiben zuversichtlich, aber hört auf uns und achtet jetzt auf unsere Zukunft!, sagt Studienleiter Prof. Dr. Mathias Albrecht von der Universität Bielefeld.

Politik ist hip

Nicht nur das Klimathema beschäftigt die Jugendlichen. Junge Menschen zwischen 12 und 25 Jahren interessieren sich für Politik. Die meisten geben an, sich im Internet zu informieren, vertrauen dabei aber journalistischen Inhalten, auf Nachrichtenseiten. Schlechter weg kommt Facebook. Zwei von drei Befragten misstrauen den Informationen, die sie auf der Plattform erhalten. Besorgt zeigt sich die Jugend, wenn es um die Meinungsfreiheit geht. Über die Hälfte hat Angst vor zunehmenden Anfeindungen zwischen Vertretern unterschiedlicher Meinungen.

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Beliebteste Freizeitaktivität der Jugend: Surfen im Internet.
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www.imago-images.de, imago images / Westend61, via www.imago-images.de

Eine Welt ohne Smartphone ist für die Jugendlichen unvorstellbar, da sind sich Mädchen und Jungen einig. 99 Prozent der Mädchen und 97 Prozent der Jungen haben ein eigenes Handy und nutzen es durchschnittlich 3,7 Stunden am Tag. In der Studie vor vier Jahren (2015) waren es 2,5 Stunden pro Tag. Der Konsum steigt an. Besonders interessant ist die Erkenntnis, dass sich Jugendliche, die über sechs Stunden pro Tag im Internet unterwegs sind, sich einsamer fühlen. Es überrascht nicht, dass als beliebteste Freizeitaktivität Surfen im Internet zählt, gefolgt von Musik hören und Videos oder Filme schauen. Party-Ausflüge sind dabei eher unbeliebt. Junge Leute gehen weniger in die Disko – nur 13 Prozent geben an, regelmäßig in Clubs zu gehen.