2019 M01 6 - 12:33 Uhr

Die Reiterhöfe in Mecklenburg-Vorpommern möchten, dass Pferde wie in den meisten anderen Bundesländern auf allen Feld- und Waldwegen erlaubt sind. Viele Waldbesitzer, Landwirte und Kommunen lehnen das ab. Landtagsabgeordnete wollen sich jetzt des Themas annehmen. Der Wirtschafts- und der Agrarausschuss haben für Mittwoch 13 Experten zu einem Gespräch über die weitere Entwicklung der Reitwege im Land nach Schwerin eingeladen.

Die Vorsitzende des Agrarausschusses, Elisabeth Aßmann (SPD), geht nicht von einer vollständigen Öffnung der Wege für Reiter aus. Dazu seien die Interessen bei der Nutzung der Wege zu unterschiedlich. Aßmann verwies unter anderem auf Wanderer, Radfahrer und die Land- und Forstwirtschaft. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Dietmar Eifler (CDU), sagte, es gebe zu Recht Bedenken von denjenigen, die für die Instandhaltung und Verkehrssicherheit der Wege zuständig seien.

Aßmann zufolge müssten Gründe festgelegt werden, wenn Wege für Reiter gesperrt werden. Eine Erweiterung des Reitwegenetzes sollte aber möglich sein. Der Reittourismus ist aus ihrer Sicht eine gute Möglichkeit, die Tourismussaison zu verlängern. Sie erinnerte daran, dass die Landkreise vor Jahren aufgerufen worden seien, Reitwege auszuweisen. Dem seien im Wesentlichen nur die Kreise Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte gefolgt.

Nach Angaben des Tourismusverbands kommt Mecklenburg-Vorpommern auf 6400 Kilometer Reitwege. Am beliebtesten bei Reitern seien derzeit die Mecklenburgische Schweiz und die Seenplatte gefolgt von Vorpommern und Westmecklenburg.

Quelle: DPA