20. April 2019 - 11:42 Uhr

Ursachenforschung nach dem Busunglück

Drei Tage nach dem tragischen Busunglück auf Madeira ist die Ursache weiter ungeklärt. Der Busfahrer, der das Unglück schwer verletzt überlebte, konnte bisher nicht vernommen werden. Einem Hotelgast zufolge kam es bereits unmittelbar nach der Abfahrt zu Problemen. Ralf Zwiebel hat mit Überlebenden der Katastrophe gesprochen. Was er sagt – in unserem Video!

Busfahrer versuchte noch zu bremsen

17.04.2019, Portugal, Canico: Rettungskräfte bergen Verletzte nach einem schweren Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira. Mindestens 29 Menschen überlebten die Tragödie nicht, wie die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf den Ziv
Rettungskräfte bergen Überlebende nach dem schweren Busunglück auf Madeira..
© dpa, Rui Silva, pat

"Der Bus kam aus dem Hotel heraus, fuhr diese abschüssige Straße hinunter und beschleunige sofort", so Zwiebel. "Alle haben sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt", habe ihm eine Frau erzählt, die den Unfall mit leichteren Verletzungen überlebt hatte.

Der Busfahrer habe demnach noch versucht, sofort zu bremsen, aber Geschwindigkeit und Wucht seien zu groß gewesen.

Autopsie der Todesopfer abgeschlossen

18.04.2019, Portugal, Canico: Vor dem Hotel «Quinta Splendida» steht ein Polizist neben zwei Männern. Hier waren die Businsassen des Busunglücks untergebracht, bei dem am 17.04.2019 auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira 29 Menschen ums Leben
In diesem Hotel waren die Businsassen des Unglücks auf Madeira untergebracht.
© dpa, Frank Zagel, lop

Unterdessen haben Rechtsmediziner die Autopsie der 29 Todesopfer des Busunglücks auf der portugiesischen Urlaubsinsel abgeschlossen. Die Obduktion der überwiegend aus Deutschland stammenden Toten sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften (INMLCF) in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, heißt es in portugiesischen Medien.

Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, wurde nicht bekannt.

Bei dem Unfall im Ort Caniço nahe Funchal waren am Mittwochabend 29 Urlauber getötet worden. 27 weitere Insassen wurden verletzt, als der Reisebus von der Straße abkam und eine Böschung hinunter auf ein Haus stürzte.