Alica (26) brutal in Köln überfallen - der Schläger ist ein polizeibekannter Intensivtäter

09. Februar 2016 - 10:53 Uhr

Kneipenwirt soll ihr Hilfe verweigert haben

Frauen können sich anscheinend in Köln nicht frei und sicher bewegen. Diese bittere Erfahrung machte am Karnevalswochenende Alica, die auf dem nächtlichen Nachhauseweg mitten in der Stadt Opfer eines feigen und brutalen Überfalls wurde. Die 26-Jährige wurde von einer Gruppe von mindestens fünf Männern auf offener Straße ohne Vorwarnung sexistisch beleidigt und von einem Täter mehrfach heftig ins Gesicht geschlagen.

Brutaler Überfall auf Alica (26) schockiert Köln
Brutaler Überfall auf Alica (26) schockiert Köln

Besonders verstörend: Trotz der späten Stunde waren noch reichlich Menschen unterwegs, keiner rief die Polizei. "Er hat mir meine Sachen aus der Hand gerissen und mir ins Gesicht geschlagen. Im Umkreis waren 20 Leute, ich habe um Hilfe gerufen - doch niemand hat das interessiert", schildert das Opfer die Tat der Zeitung 'Express'.

Alica flüchtet, doch der Alptraum ist längst noch nicht beendet. In einer naheliegenden Kneipe wird sie abgewiesen, weil der Wirt "keinen Ärger will", wie sie sich erinnert. Der Kneipier hingegen will ihr angeboten haben, ein Taxi zu rufen. Die junge Frau rettet sich schließlich in einen Kiosk in der Nähe, dort versteckt sie sich, während ein Angestellter die Polizei verständigt. Sie sei sehr ängstlich gewesen und habe geweint, sagt der Kioskmitarbeiter. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie Alica in dem kleinen Laden Schutz sucht.

Als die Polizei eintrifft, nimmt sie die Personalien des Schlägers auf. Es ist laut 'Express' ein alter Bekannter der Beamten. Die Akte des 24-jährigen Deutschen umfasst mehr als 20 Einträge, zu den Delikten zählt auch schwere Körperverletzung. Die Polizei ermittelt auch gegen den Kneipenwirt wegen unterlassener Hilfeleistung. Der Mann wollte sich bei RTL nicht zu den Vorwürfen äußern.

Außer dem Kioskangestellten haben immerhin noch drei weitere Männer versucht, der drangsalierten Frau zu helfen. Als diese Männer zum Tatort kamen, seien sie jedoch von den Gewalttätern derart heftig attackiert worden, dass sie in einen Laden in der Nähe flüchteten.

Alica hat hiervon nichts mitbekommen. Sie ist verletzt, nicht nur wegen der schweren Prellungen und Stauchungen. Sie fühlt sich zudem gedemütigt. Ihr Peiniger ist übrigens ungeachtet des Überfalls auf freiem Fuß. Und Köln diskutiert wieder einmal über eine schwere Gewalttat eines notorischen Gewohnheitstäters. Und das nicht, weil sein jüngstes Opfer als Tochter eines Mitglieds der kölschen Mundartband 'Bläck Fööss' eine gewisse Prominenz besitzt. Sondern weil es um die Sicherheit der Menschen in der Stadt offenbar nicht zum Besten steht.