Er kannte ihn nicht persönlich

„Alf“-Stimme Tommi Piper: Das sagt er zum Tod von Schauspieler Max Wright

29. Juni 2019 - 14:11 Uhr

Von Sebastian Tews

Mit ihm starb ein Stück TV-Kult. In den 80er-Jahren gehörte die Comedy-Serie "Alf" zu DEN großen Highlights im deutschen TV. Millionen saßen Woche für Woche vor dem Schirm und lachten sich über die chaotischen Streiche des Außerirdischen vom Planeten Melmac schlapp. Am Mittwoch starb mit Max Wright einer der Hauptdarsteller im Alter von 75 Jahren an Krebs. Wright spielte den schrulligen Familienvater Willie Tanner und eroberte mit seiner Rolle die Herzen der Zuschauer. Aber: Nach Einstellung der Serie im Jahr 1990 stürzte Max Wright brutal ab. Er fing an die Droge Crack zu rauchen, hatte Sex mit einem Obdachlosen und wurde in den Jahren 2000 und 2003 nach Suff-Fahrten festgenommen. Zudem litt Wright seit 1995 an Lymphdrüsen- und Hautkrebs. Im Interview mit RTL.de spricht "Alf"-Stimme Tommi Piper (78) über das Leben und den Tod des amerikanischen Kult-Darstellers.

"War bekannt, dass es ihm nicht gut ging"

"Sein Tod ist keine schöne Nachricht, aber so ist das Leben", sagt Piper. "Es war allgemein bekannt, dass es ihm nicht gut ging. Soweit ich weiß, war er auch noch Alkoholiker. Am Ende schreibt jeder seine eigene Geschichte." Kannte er Wright eigentlich persönlich? "Nein, wir haben uns nie kennengelernt", sagt Piper. "Die Darsteller der Serie wussten gar nicht, wer wir sind. Deswegen hat mich auch der Tod seiner deutschen Stimme Niels Clausnitzer viel mehr betroffen gemacht, den kannte ich." Clausnitzer starb 2014 in München.

"'Alf' ist Schnee von gestern"

Piper reagiert eher leidenschaftslos auf den Tod von Max Wright, weil er mit der Serie komplett abgeschlossen hat: "'Alf' ist Schnee von gestern", sagt Piper. "Die Serie lief vor 30 Jahren. Man sollte nicht ständig an den alten Sachen festhängen." Und wie sieht es bei ihm mit neuen Projekten aus? "Im Moment bin ich arbeitslos, meinen letzten Job hatte ich vor einem Monat. Aber in meinem Alter ist es auch völlig ok, etwas kürzer zu treten."