Niederlage ist ein Schritt nach vorne

Alexander Zverev sicher: „Meine Träume werden noch wahr“

Tennisprofi Alexander Zverev
© dpa, Frank Franklin II, JJ kay

16. September 2020 - 8:04 Uhr

Niederlage als Motivation

Nach der Niederlage im Final-Krimi der US Open zeigte Alexander Zverev seine Tränen. Keine 48 Stunden später kann der Deutsche aus der verpassten Titelchance aber schon wieder etwas Positives ziehen - Motivation für seine weitere Karriere und künftige Erfolge: "Ich habe noch so viel vor mir und möchte so viel erreichen. Ich bin auch überzeugt, dass meine Träume noch wahr werden."

Zverev: Noch dominiert die Enttäuschung

Zverev steht zwar nicht mehr am Anfang seiner Karriere, hat aber noch viel Zeit auf dem Court vor sich. "Es ist ein weiterer Schritt, ein Puzzleteil, in meiner Entwicklung und meinem Leben. Ich bin immer noch erst 23 Jahre alt. Viele vergessen das vielleicht, da ich schon so lange auf der Tour mit meiner Familie unterwegs war", sagte der gebürtige Hamburger der "Bild".

Nach den fünf Sätzen im Finale und der knappen Niederlage im Tiebreak sei der Deutsche einfach "komplett leer" gewesen. Mittlerweile habe er sich zwar vom Match erholt, ganz angekommen ist das Ereignis bei ihm im Kopf wohl aber noch nicht – noch dominiere die Enttäuschung: "Ich denke inzwischen, dass sich in einigen Tagen ein gewisser Stolz auf das, was ich geleistet und erreicht habe, entwickeln wird. Die Enttäuschung wird einige Zeit anhalten, aber alle Ehre gebührt Domi. Er hat alles gegeben."

Zverev vermisste in New York die Live-Unterstützung seiner Familie von den Rängen, seine Eltern verfolgten das Turnier genauso wie Bruder Mischa aus der Ferne. Natürlich seien seine Eltern aber "unglaublich stolz" auf ihn gewesen: "Ich habe die beste Familie, die man sich wünschen kann, und dazu ein top Team."

Für Deutschlands Nummer eins stehen nun als nächstes die French Open auf dem Programm, die ab dem 27. September in Paris nachgeholt werden. "Regeneration" heißt deshalb Zverevs Zauberwort. "Erholung ist jetzt für den Körper sehr wichtig. Zwei Wochen in einem Grand-Slam-Turnier rauben unglaublich viel Kraft", so der 23-Jährige. Hoffentlich wird er das Gleiche auch nach dem Turnier in Frankreich sagen können.