Party-Fehltritt bleibt offenbar ohne Konsequenzen

Berliner Tennis-Turnier findet mit Top-Star Zverev und mit Zuschauern statt

Alexander Zverev darf in Berlin wohl starten.
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30. Juni 2020 - 11:14 Uhr

Turnier-Start trotz Party-Fehtritt

Zuletzt machte der deutsche Tennis-Star Alexander Zverev mit Partyfotos Schlagzeilen, weil er sich eigentlich in der selbstauferlegten Corona-Isolation aufhalten sollte. Doch Konsequenzen hat das jetzt wohl nicht: Beim Berliner Tennis-Turnier im Juli wird der 23-Jährige wie geplant an den Start gehen. "Wir werden ihn nicht ausschließen", sagte Turnierchefin Barbara Rittner.

"Das macht ihn unglaubwürdig"

"Ich bin nicht dafür zuständig, ob Sascha Zverev bestraft werden sollte. Ich glaube, er bestraft sich selber mit einem Imageverlust, denn das macht ihn unglaubwürdig", kritisierte Rittner. Die Party in der Nähe von Monaco war nicht der erste Fehltritt dieser Art.

Zverev soll am Dienstag noch einmal auf Covid19 getestet werden und "sich dann in Isolation begeben und in Ruhe trainieren, hoffe ich", sagte Rittner. "Er muss sich bei uns an die Regeln halten". Man werde ihn in Berlin nicht mit Party-Bildern sehen. "Wenn er das tut, würden wir ihn ausschließen", kündigte Rittner an.

Auch Zuschauer zugelassen

Das Tennis-Spektakel darf unter strengen Hygiene-Regeln jetzt sogar vor Zuschauern ausgetragen werden. "Wir haben gestern die Freigabe bekommen, dass wir dort vor bis zu 1.000 Zuschauern spielen dürfen", sagte Rittner.

Geplant ist vom 13. bis 15. Juli zunächst ein Show-Turnier mit sechs Frauen und sechs Männern im Berliner Steffi-Graf-Stadion, bei dem 1.000 Zuschauer genehmigt sind. Danach soll ein Hartplatzturnier im Hangar auf dem Tempelhofer Feld vom 17. bis 19. Juli, bei dem bis zu 220 Besucher dabei sein dürfen, stattfinden.

Zum "extremen Hygienekonzept" gehöre, dass jeder Zuschauer zunächst Fieber messen und dann durch eine Hygiene-Tunnel gehen müsse, "in dem man nicht mit Feuchtigkeit, sondern mit Luft bestrahlt" würde, sagte Rittner. "Wir werden alle Spieler vorher testen, die Anreisepflicht zwei Tage vor dem Event haben", berichtete sie. "Es wird leider keine Autogramme geben, und auch keinen Kontakt von Spielern und Spielerinnen zu Kindern oder zu Fans", stellte Rittner klar.