Rechtsstreit mit Manager belastet Tennis-Star

Alexander Zverev am Boden: "Es ist abartig, was da los ist"

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2. Juli 2019 - 10:14 Uhr

Zverev nach Wimbledon-Aus fix und fertig

Alexander Zverev glich nach seinem bitteren Erstrunden-Aus in Wimbledon dem vielzitierten Häufchen Elend. Nicht nur das sportliche Debakel macht Zverev zu schaffen - ein Rechtsstreit mit seinem Manager belastet den deutschen Tennis-Star schwer.

"Es tut mir sehr weh"

Geknickt, bedrückt, fertig - Alexander Zverev war nach seiner bitteren 6:4, 3:6, 2:6, 5:7-Niederlage zum Wimbledon-Auftakt gegen den tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely die personifizierte Leere. Und der 22-Jährige machte aus seinem Gemütszustand keinen Hehl.

Sein Selbstvertrauen sei "unter Null", räumte Zverev ein und gab Einblicke in sein Seelenleben. Ein schwelender Rechtsstreit mit seinem langjährigen Manager Patricio Apey belastet ihn schwer.

Wie schwer, daran ließ der Weltranglisten-Fünfte keinen Zweifel. "Es tut mir sehr weh. Ein Mensch, von dem ich dachte, er sei mein Freund, mit dem ich über Jahre zusammengearbeitet habe, tut alles, um mir zu schaden. Und das tut er vor einem solch wichtigen Turnier extra", sagte Zverev: "Sie können sich nicht vorstellen, was gerade passiert. Was da los ist, ist abartig. Es gibt wieder Neuigkeiten, da können Sie sich nicht vorstellen, was er versucht zu machen."

Zverev will da hin, "wo mich keiner finden kann"

Ins Detail ging Zverev nicht. Auch, "weil ich offiziell nichts sagen darf". Hintergrund: Zverev wollte Anfang des Jahres aus seinem bis 2023 laufenden Vertrag mit Apey aussteigen. Der Chilene war seit 2012 Zverevs Manager, wollte den Deutschen zu einer globalen Tennis-Marke aufbauen - und dessen 'Kündigung' nicht so einfach auf sich sitzen lassen.

Medien zufolge geht es in dem Rechtsstreit um eine hohe einstellige Millionensumme, die es wohl kosten würde, Apeys Vertrag vorzeitig aufzulösen.

Zverev will dem ganzen Trubel jetzt erst mal entfliehen. "Ich werde ein paar Tage frei nehmen - irgendwo hingehen, wo mich keiner finden kann."