Entschuldigung, aber ...

Jetzt spricht der Langlauf-Rambo

© dpa, Jussi Nukari, ts vhm

26. Januar 2021 - 18:05 Uhr

Langlauf-Schläger Bolschunow beschuldigt sein Opfer

Es war die Unfair-Aktion am vergangenen Wintersport-Wochenende. Der russische Langlauf-Profi Alexander Bolschunow schlug nach seinem Kontrahenten Joni Mäki und rammte diesen im Ziel um. Der Übeltäter entschuldigte sich nun für den Ausraster, gab aber Mäki eine Mitschuld.

Erst kommt die Entschuldigung ...

Bolschunow gab sich nun reumütig. "Ich sehe ein, dass das nicht richtig war, was ich im Ziel gemacht habe. Es tut mir leid, ich werde das nicht mehr tun", sagte der 24-Jährige dem norwegischen Rundfunk NRK.

Der Gesamtweltcup-Spitzenreiter hatte am Sonntag im Zielsprint mit der Faust nach dem Finnen Joni Mäki geschlagen, der ihm den Weg abgeschnitten hatte. Hinter der Ziellinie streckte Bolschunow seinen Gegner dann aus voller Fahrt per Eishockey-Check nieder.

... dann der Vorwurf

Das Ganze sei ein Versehen gewesen, betonte Bolschunow im schwedischen Falun. "Ich wollte mit Mäki darüber sprechen, was passiert war, und wissen, warum er das getan hatte", sagte er, "die Ski waren sehr schnell, und als ich versuchte zu bremsen, war die Bindung gebrochen. Ich wollte nicht auf ihn drauf fahren." Mäki habe sich zuvor aus seiner Sicht allerdings "unfair" verhalten.

Die Mannschaft Russland I wurde nach dem Vorfall disqualifiziert - zurecht, wie Bolschunow einräumte. Allerdings sagte er auch: "Ich verstehe nicht, warum der Finne nicht ebenfalls disqualifiziert wurde."

Der Gewinner von drei Silbermedaillen und einmal Bronze bei Olympia 2018 muss sich wegen seines Fehlverhaltens eventuell sogar vor Gericht verantworten. Bei der örtlichen Polizei in Lahti ist eine Anzeige gegen ihn eingegangen.

RTL.de/sid