Aleppo: Vier Autobomben explodiert - 40 Tote

Die Bomben explodierten in einem von Machthaber Assad kontrollierten Gebiet.
Die Bomben explodierten in einem von Machthaber Assad kontrollierten Gebiet.
© dpa, Sana

10. Februar 2016 - 18:30 Uhr

Selbstmordattentate vermutet

In der syrischen Stadt Aleppo sind 40 Menschen ums Leben gekommen, als kurz hintereinander vier Autobomben explodierten. 90 Menschen seien verletzt worden, meldete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter weiter.

In der Stadt Deir as-Saur, die in der Nähe der Grenze zum Irak liegt, sei wenig später ein Kleinlaster detoniert. Bei allen Explosionen seien vor allem Angehörige der Regierungstruppen getötet worden, meldeten Aktivisten.

Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder von Leichen und zerstörten Gebäuden. Staatsmedien und Opposition berichteten übereinstimmend, die ersten drei Sprengsätze seien vor dem Offiziersclub auf dem Saadallah-al-Dschabiri-Platz explodiert. Das Gebiet, in dem sich viele Regierungsgebäude befinden, steht unter der Kontrolle von Assads Tuppen.

Eine vierte Autobombe ging den Angaben zufolge in der Nähe der Handelskammer in die Luft. Auch ein Hotel sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Nachrichtenagentur AP berichtete von Selbstmordattentaten.

Die Wirtschaftsmetropole Aleppo ist seit Monaten hart umkämpft. Regierungstruppen von Machthaber Assad und die Rebellen der Freien Syrischen Armee liefern sich in der einstigen Drei-Millionen-Einwohner-Stadt erbitterte Kämpfe. Durch die anhaltenden Kampfhandlungen wurde auch der historische Basar in der Altstadt, der zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, schwer beschädigt.