Bewegendes Interview

Alec Baldwin erschoss versehentlich Kamerafrau: „Ich habe den Abzug nicht gedrückt“

03. Dezember 2021 - 7:43 Uhr

Alec Baldwin ist den Tränen nahe

Bei Alec Baldwin (63) sitzt der Schock nach wie vor tief. Vor ein paar Wochen kam es am Set seines Western-Streifens "Rust" zu einem tragischen Unfall. Aus Versehen erschoss der Schauspieler während der Dreharbeiten in Santa Fe die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins. Auch der Regisseur Joel Souza (48) wurde dabei verletzt. In einem bewegenden Interview hat der Hollywood-Star jetzt erstmals über das Unglück gesprochen. Wie es ihm geht und ob dieser Vorfall sein Karriereende bedeutet, zeigen wir im Video.

„Ich möchte sicherstellen, dass ich nicht so rüberkomme, als wäre ich das Opfer“

In einem Interview mit George Stephanopoulos von "ABC News", das am Donnerstagabend in den USA ausgestrahlt wurde, erzählt Alec Baldwin von dem Vorfall am 21. Oktober, der zum Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins führte. Er hat sich dazu entschieden, offen über den wohl schrecklichsten Tag seines Lebens zu sprechen, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. "Ich wollte zu Ihnen kommen, um Ihnen zu sagen, dass ich alles tun würde, um das Geschehene ungeschehen zu machen", erklärt er den Tränen nahe und ergänzt: "Ich möchte sicherstellen, dass ich nicht so rüberkomme, als wäre ich das Opfer, denn wir haben hier zwei Opfer. Alles, was an diesem Tag geschah und zu diesem Ereignis führte, wurde durch einen Gedanken ausgelöst, und dieser war, dass Halyna und ich etwas Tiefgreifendes gemeinsam hatten: Nämlich, dass wir beide davon ausgingen, die Waffe sei leer."

Außerdem verrät der 63-Jährige, dass er enttäuscht ist von Kollegen wie George Clooney (60), die behaupten, er hätte selbst noch einmal überprüfen müssen, ob die Waffe mit scharfer Munition geladen ist: "Solche Kommentare im Nachhinein haben nicht im Ansatz geholfen. Seit Beginn meiner Karriere als Schauspieler wurde mir stets gesagt, dass nicht der Schauspieler, sondern die Requisite oder Waffenmeister für die Waffen verantwortlich sind." Außerdem stellt Alec klar: "Ich habe den Abzug nicht gedrückt." Was an diesem Tag wirklich am Filmset passiert ist, sehen Sie im Video.

Für den Journalisten war es das „inensivste“ Interview seiner Laufbahn

"Es ist so ehrlich. Ich meine, wie Sie sich vorstellen können, ist er am Boden zerstört. Aber er war auch sehr offen, er war sehr zuvorkommend, er hat jede Frage beantwortet. Er sprach über Halyna Hutchins, sprach auch über das Treffen mit ihrer Familie", erinnert sich George Stephanopoulos bei "Good Morning America" an das Gespräch zurück: "Er ging im Detail darauf ein, was an diesem Tag am Set geschah. Ich muss Ihnen sagen, dass ich im Laufe dieser Stunde und 20 Minuten, die wir gestern zusammensaßen, an vielen Stellen überrascht war." (dga)