RTL News>News>

Aldi Süd und Bäckereien beenden Brötchen-Streit

Aldi Süd und Bäckereien beenden Brötchen-Streit

Der Aldi 'Backofen' wirbt mit frischen Brötschen
Der Streit dreht sich um die Frage, ob in solch einem Ofen tatsächlich gebacken wird.
dpa, Federico Gambarini

Noch immer unklar, ob in Aldi-Automaten gebacken wird

Der Brötchen-Streit zwischen den deutschen Bäckern und dem Discounter Aldi Süd vor dem Duisburger Landgericht ist beigelegt. Beide Parteien hätten die Sache schriftlich für erledigt erklärt, sagte ein Gerichtssprecher. In dem wettbewerbsrechtlichen Streit war es vor allem um die Frage gegangen "Was ist Backen?".

Die Klage des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks hatte sich gegen eine Aldi-Werbung gerichtet, in den Filialen werde frisch gebacken. Damit pries der Discounter seine Brötchen und Brote an, die im Markt auf Knopfdruck aus einem Apparat mit der Aufschrift 'Backofen' in ein Fach fallen. Nach Ansicht der Bäcker waren Verbraucher in die Irre geführt worden. Aldi Süd könne auch weiterhin mit der Werbeaussage "backen wir den ganzen Tag Brot und Brötchen für Sie" werben, teilte das Unternehmen mit.

Zu den Gründen oder möglichen Vereinbarungen der Einigung würden keine Angaben gemacht. Bei einer öffentlichen Verhandlung vor dem Landgericht hatte Anfang Juli ein Experte rund zwei Stunden über Brot und Brötchen gesprochen. Ob allerdings in den Aldi-Automaten gebacken wird oder nicht, darauf hatte es keine klare Antwort gegeben.

Das Handwerk nach "alter Väter Sitte", nämlich Kneten, Gären und Backen direkt hintereinander, finde auch in den Stuben der Bäcker ohnehin kaum noch statt, hieß es. Es sei in den meisten der 15.000 Bäckereien im Land üblich, die Teiglinge erst nur zum Teil und dann kurz vor dem Verkauf fertig zu backen.