Elefantenbaby hing in einer Wilderer-Schlinge fest

Südafrika: Tierschützer retten seltenes Albino-Elefantenbaby

Seltener Albino-Elefant gerettet
Seltener Albino-Elefant gerettet
© dpa, sab

04. Februar 2020 - 16:04 Uhr

Vor qualvollem Tod gerettet

Ein sehr seltenes Albino-Elefantenbaby mit pinker Haut und blauen Augen haben Tierschützer vor dem sicheren Tod gerettet. Das fünf Monate alte Weibchen hatte sich in einer Wilderer-Schlinge verfangen und wurde so von seiner Herde getrennt. Als die Tierschützer das Kleine fanden, war es völlig entkräftet und dem Tod sehr nah - jetzt erholt es sich in einer Auffangstation.

Die Pfleger tauften sie "Khanyisa"

Die Wildererschlinge hat bei dem Elefantenmädchen fiese Wunden hinterlassen, doch es erholt sich gut und es hat sich schnell an die neue Umgebung gewöhnt. Die Pfleger des "Elephant Rehabilitation and Development"- Zentrums kümmern sich liebevoll um die Kleine. Sie trägt jetzt den Namen "Khanyisa" - was so viel bedeutet wie Licht.

"Khanyisa strahlt heute morgen und sieht glücklich aus", schreibt das Elefanten-Zentrum bei Instagram und postet ein Foto von ihren strahlend blauen Augen. 20 Kilo Elefantenspeck hat sie sich bereits angefuttert, ein wichtiger Schritt in Richtung Auswilderung. Nach ihrer kompletten Genesung soll die pinke Dickhäuter-Dame im Kapama-Tierpark ausgewildert werden. Dort lebt eine Elefantenherde, die schon in der Vergangenheit verwaiste Babys bei sich aufgenommen hat.

Der Kampf gegen die Wilderer

Experten schätzen, dass in Afrika jedes Jahr 20.000 Elefanten der Wilderei zum Opfer fallen. Der Grund: Elfenbein. Besonders im asiatischen Raum ist der Handel mit den Stoßzähnen ein lukratives Geschäft. Im Juli 2013 beispielsweise wurden auf dem Flughafen in Dubai 447 Kilogramm Elfenbein aus Simbabwe vom Zoll entdeckt und beschlagnahmt. Leider zu spät konnten Wildhüter im Hwange-Nationalpark im März 2014 drei Wilderer aus Sambia stoppen und überwältigen. Sie hatten mehrere Elefanten getötet und 37 Stoßzähne (700 Kilogramm) und 375 Gewehre bei sich.

Doch es gibt Hoffnung. Mutige Männer, die jeden Tag als Ranger in den Nationalparks Südafrikas auf Anti-Wilderer-Patrouille gehen und im Kampf gegen die Wilderei ihr Leben riskieren. Denn in der Vergangenheit war es nicht selten, dass Wilderer auf Ranger geschossen haben.

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