29. März 2019 - 11:26 Uhr

Diese Aufnahmen machen uns fassungslos

Diese Bilder lassen einen fassungslos zurück. Und man fragt sich, was in Menschen vorgeht, die eine solche Tat begehen. Die Szenen, die eine Wildkamera in Alaska aufnahm, zeigen, zu welcher sinnlosen Brutalität Menschen offenbar fähig sind.

„Wir töten da, wo wir wollen.“

++ WARNUNG ++: Es sind tatsächlich verstörende und brutale Bilder, die das Video zeigt.

Tatort: ein verschneites Waldstück auf Esther Island, einer Insel im Süden Alaskas. Zu sehen: zwei Männer, der eine ganz machomäßig mit freiem Oberkörper und Pistole am Gürtel, schleichen sich auf Skiern an eine Höhle heran, die Waffen schießbereit gezückt. Die beiden - Andrew Renner (41) und sein Sohn Owen (18) - beobachten zunächst die Höhle, in der eine Bärenmutter gemeinsam mit ihren Jungen Winterschlaf hält. Dann legt Sohn Owen an - und erschießt das schlafende Tier. Die kläglichen Schreie der Bärenjungen sind nur schwer zu ertragen. Anschließend tötet Vater Andrew auch sie. Dann ist Stille. 

Abstoßendes Erinnerungsfoto

Und als wäre diese grausame Tat nicht unfassbar genug, kommt es noch abstoßender: Die beiden Bären-Mörder tauschen stolz High Five aus, bevor sie den leblosen Körper der Bärenmutter aus der Höhle zerren und stolz mit ihrer abscheulichen Trophäe posieren, die schlaffen Tatzen der toten Bärin siegreich erhoben. Anschließend häuten sie die Bärin und ihre Jungen und prahlen: "Du und ich, wir quatschen nicht lange rum. Wir töten da, wo wir wollen."

Sie tragen die Bärenkinder in Plastiktüten fort

Zwei Tage nach den Schüssen kommen Vater und Sohn zurück, um das Beweismaterial vor Ort zu entfernen. In Plastiktüten tragen sie die toten Bärenkinder heraus und sammeln Patronenhülsen auf. "Sie werden uns niemals schnappen", raunt Sohn Owen noch seinem Vater zu. Doch da irrt er sich gewaltig.

Was die beiden nämlich nicht wissen: Eine Wildniskamera der "Alaska Department of Fish and Game" (Amt für Fisch- und Wildbestand) war genau an dieser Stelle aufgebaut, um die Schwarzbären während ihres Winterschlafs zu Forschungszwecken zu beobachen. Und diese zeichnete die widerwärtigen Szenen auf. 

Täter vor Gericht verurteilt

Nun wurden die beiden Wilderer laut der Tierschutzorganisation für die Tötung der Bärin und ihrer beiden Babys verurteilt – beide haben sich schuldig bekannt. Vater Owen wurde zu einer dreimonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Außerdem muss er 11.000 Dollar (rund 9.800 Euro) Strafe zahlen. Seine Jagdlizenz wurde ihm für zehn Jahre entzogen.

Sohn Andrew hat eine Bewährungsstrafe erhalten, muss Sozialdienst leisten und einen Sicherheitskurs für Jäger absolvieren. Auch ihm wurde die Jagdlizenz entzogen. Allerdings nur für zwei Jahre. Beide Männer mussten außerdem 1.800 Dollar (1.600 Euro) Entschädigung zahlen – die Summe, die gesetzlich für das Töten von Schwarzbären festgelegt ist. 

Videomaterial bis vor Kurzem gesperrt

Die brutale Tat hat schon 2018 statt gefunden. Das Videomaterial war jedoch seitdem für die Beweisaufnahme gesperrt. Nun wurde es auf Initiative der Tierschutzorganisation "The Humane Society" veröffentlicht. Allerdings in einer zensierten Version – die brutalsten Szenen schnitten die Tierschützer bereits aus dem Clip heraus.