Alarm im Urlaubsparadies: Über 140 Tote nach Erdbeben in Indonesien

06. August 2018 - 8:26 Uhr

Inseln Lombok, Bali und Java betroffen

Schon wieder hat vor Indonesien die Erde gebebt. Die bei Touristen beliebten Inseln Lombok, Bali und auch Java sind betroffen. In der Nacht wird klar: Viele Menschen wurden von Trümmern erschlagen. Die Zahl der Toten ist inzwischen auf mindestens 142 gestiegen. Diese Zahl nannte Sutopo Nugroho von der nationalen Katastrophenschutzbehörde am Montagvormittag (Ortszeit).

Beben hatte Stärke von 7,0

05.08.2018, Indonesien, Bali: Polizisten stehen neben einem Absperrband, hinter dem Trümmer auf einem Motorrad liegen. Nur eine Woche nach dem schweren Erdbeben auf Lombok hat es auf der indonesischen Insel erneut heftig gebebt. Mindestens drei Mensc
Erneut hat es in Indonesien ein heftiges Erdbeben gegeben.
© dpa, Firdia Lisnawati, FL wal pat

Die meisten Opfer waren durch herabfallende Trümmerteile erschlagen worden. Das Beben am Sonntagabend hatte eine Stärke von 7,0. Das Zentrum des Bebens lag rund 18 Kilometer nordöstlich von Lombok in 15 Kilometern Tiefe. Es folgten zahlreiche Nachbeben. Unklar war am Morgen noch, ob ausländische Touristen unter den Opfern sind. Das Auswärtige Amt teilte mit: "Nach bisherigen Erkenntnissen sind keine Deutschen ums Leben gekommen oder schwer verletzt worden."

An der Nordküste von Lombok wurde eine kleine Tsunamiwelle von 13 Zentimetern Höhe registriert, eine weitere bildete sich vor der östlichen Nachbarinsel Sumbawa. Medien berichteten auch von mehreren Hundert Verletzten und Gebäudeschäden auf der westlichen Nachbarinsel Bali.

Letztes Beben erst vor einer Woche

Der Katastrophenschutz rief die Bevölkerung zunächst auf, Meeresküste und Flussufer zu meiden. Die Tsunami-Warnung wurde später aufgehoben. "Wir sammeln uns hier im Dunkeln ohne Strom. Jeder ist draußen im Freien", sagte der Distriktchef von Nord-Lombok, Najmul Akhyar.

Lombok war erst vor einer Woche von einem Erdbeben erschüttert worden. Dabei wurden 16 Menschen getötet. Außerdem gab es mehr als 350 Verletzte. Mehr als 500 Ausflügler wurden in den folgenden Tagen von dem aktiven Vulkan Rinjani in Sicherheit gebracht, wo sie zeitweilig festsaßen. Unter ihnen waren auch annähernd 200 Touristen aus dem Ausland, darunter etwa zwei Dutzend Deutsche.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde oder es brechen Vulkane aus.

Quelle: DPA/RTL.de