Riesenerfolg für die Crew

"Alan Kurdi" beendet Rettungsmission vor Malta

10. September 2019 - 22:42 Uhr

Alle Geretteten sind sicher untergebracht

Bis zur letzten Sekunde rechnete die Crew der "Alan Kurdi" noch mit allem. Erst als die letzten fünf Migranten dem maltesischen Militär übergeben wurden, konnten die Helfer endlich aufatmen. So beschreibt RTL-Reporterin Carolin Unger die Situation auf dem deutschen Schiff. Die "Alan Kurdi" hat seine Rettungsmission vor Malta beendet. Die Crew nehme jetzt Kurs auf Spanien und werde dort voraussichtlich in fünf Tagen eintreffen. Reparaturarbeiten seien nötig. Deshalb hat die "Alan Kurdi" eine dreiwöchige Pause. Das Video zeigt das Ende einer erfolgreichen Rettungsmission.

Malteser ließ zunächst nur mehrere Härtefälle an Land

Die "Alan Kurdi" hatte am 31. August 13 Menschen aus einem nicht seetüchtigen Holzboot gerettet. Nach Darstellung der Hilfsorganisation "Sea-Eye" aus Regensburg wäre Malta für die Koordinierung des Rettungseinsatzes zuständig gewesen. Die Malteser ließen zunächst nur mehrere Härtefälle an Land. Am Dienstagmorgen hatten immer noch fünf Gerettete an Bord ausgeharrt. Die Situation an Bord der "Alan Kurdi" eskalierte immer weiter. Migranten an Bord versuchten, sich das Leben zu nehmen. 

Italien hatte der "Alan Kurdi" die Einfahrt in einen italienischen Hafen verwehrt. Gorden Isler, der Sprecher von "Sea-Eye", kritisierte, dass sich die italienische Politik gegenüber Seenotrettern nach dem Ausscheiden der fremdenfeindlichen rechten Lega aus der Regierung anscheinend nicht geändert habe.