RTL News>Gesundheit>

Aktuelle 7-Tage-Inzidenz: Erster Landkreis knackt 3000er Marke

Interaktive Corona-Karte: Wie ist die Corona-Lage in Ihrer Region?

Aktuelle 7-Tage-Inzidenz: Erster Landkreis knackt 3000er Marke

Deutschlandkarte mit Coronavirus
Die 7-Tage-Inzidenz zeigt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an.
RTL

Während die bundesweite 7-Tage-Inzidenz weiterhin bei etwas über 700 liegt, knackt ein Landkreis bereits die 3.000 Marke. Der oberfränkische Kreis Wunsiedel hatte am Morgen eine Inzidenz von 3074,7 (Stand 22. Juli). Dutzende weitere Kreise liegen über der 1.000 Marke. Wie ist die Lage bei Ihnen? Unsere interaktive Karte zeigt die aktuelle Corona-Lage in Ihrem Landkreis.*

Sorgen vor noch mehr Infektionen im Herbst wachsen

Die Sommerwelle ist noch nicht vorbei, die Sorgen vor noch mehr Infektionen im Herbst wachsen: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach befürchtet eine „katastrophale“ Corona-Entwicklung, sollten vor dem Herbst keine tauglichen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus beschlossen werden. „Wenn wir so wie jetzt in den Herbst hineingingen, also ohne weitere Schutzmaßnahmen, ohne Masken, ohne alles, dann würde das bedeuten, dass die Fallzahlen stark steigen würden, aber auch die Intensivstationen überlastet würden“, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch in der US-Hauptstadt Washington der Deutschen Presse-Agentur.

Lese-Tipp: Die Zahlen steigen weiter – wieder mehr Corona-Patienten auf den Intensivstationen

Er warnte, dass dann auch Personal in den Kliniken ausfallen würde. „Das ist wie eine Kerze, die an beiden Enden brennt“, sagte Lauterbach. Unten brenne das Personal weg und oben die Patienten. Und auch andere Experten geben mit Blick auf die noch laufende Corona-Infektionswelle im Sommer keine Entwarnung: „Die Welle ist noch nicht gebrochen“, sagte Ulf Dittmer, Leiter des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Essen.

Welche 7-Tage-Inzidenz hat Ihr Landkreis?

  • Städte und Kreise, in denen die Zahl der aktuellen Fälle nahe Null oder auf Null gefallen ist, sind grün gefärbt.
  • Eine graue Färbung entspricht einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von unter 25.
  • Die Regionen, in denen in den vergangenen sieben Tagen über 25 neue Coronavirus-Fälle pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind, erscheinen braun.
  • Bei einer Inzidenz von über 35 erscheinen die betroffenen Kreise in Orange.
  • Kreise, in denen die Zahl der aktuellen Neuinfektionen über der Grenze von 50 liegt, sind in der Grafik hellrot hinterlegt.
  • Rot sind die Kreise, wenn der Inzidenzwert über 100 liegt.
  • Erst später hinzugekommen ist die Inzidenz-Grenze von 200. Liegt ein Kreis über diesem Wert, ist er auf der Karte in Dunkelrot gefärbt.
  • Ebenso die Inzidenz von über 500. Diese Kreise erscheinen in Lila.
  • Landkreise, die die Inzidenz von 1.000 übersteigen, werden in Dunkellila angezeigt.

Achtung: Derzeit liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Was genau meint die 7-Tage-Inzidenz?

Die 7-Tage-Inzidenz ist nichts anderes als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner. Während zunächst vor allem darauf geachtet wurde, ob Städte oder Landkreise die Inzidenz von 50 übersteigen, sind im Laufe der Zeit noch weitere Inzidenzwerte hinzugekommen.

*Die interaktive Karte basiert auf den vom Robert Koch-Institut (RKI) jeweils um Mitternacht bzw. am Morgen veröffentlichten Fallzahlen inklusive Inzidenz-Berechnung. Die Grafik wird täglich aktualisiert. Ausgangspunkt zur Berechnung der aktuell Infizierten ist die Zahl der laborbestätigten Infektionsfälle.

Die Daten geben das aktuelle Lagebild wieder, so wie es sich für die Behörden in Deutschland darstellt. Die tatsächliche Zahl der Infektionsfälle (also nachgewiesene Ansteckungen plus Dunkelziffer) wird sich erst zu einem späteren Zeitpunkt erfassen lassen.​