Endlich wieder die Familie sehen

Aktion ermöglicht Videobesuche in Pflegeeinrichtungen während Corona-Krise

30. April 2020 - 12:46 Uhr

Für Heimbewohner ist Videotelefonie oft nicht möglich

Menschen in Senioren- und Behindertenheimen erleben gerade besonders traurige Zeiten. Wegen der Corona-Krise dürfen ihre Familien und Freunde sie nicht besuchen. Den Liebsten wenigstens per Videochat etwas näher zu sein, ist in Pflegeeinrichtungen gar nicht so leicht. Nicht überall sind entsprechende Geräte wie Smartphones oder Tablets vorhanden. Außerdem kann die Bedienung der gängigen Videochat-Programme für die Bewohner zur Herausforderung werden. Um dieses Problem zu lösen hat sich ein Startup mit zwei großen Elektronikmärkten zusammengetan. An 250 Einrichtungen in ganz Deutschland wurden Tablets verteilt und ein besonders unkompliziertes Video-Chat-Programm entwickelt. Wie rührend sich ein Junge in einem Behindertenheim in Mönchengladbach darüber freut, zeigen wir Ihnen im Video.

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Angebot derzeit noch kostenlos

Die Tablets stammen vom Elektromarktriesen Mediamarkt-Saturn. Die Software kommt vom Kölner Startup "Videobesuch.de" Nach der Corona-Krise möchte das Startup den Service weiterführen. Der Gründer Alex Schaper erklärt im Gespräch mit RTL: "Das können wir uns auch langfristig vorstellen. Wir haben auch mit Häusern gesprochen, die sagen, dass das eine sinnvolle Ergänzung sein kann, auch nach eventuellen Kontaktsperren."

Derzeit können die Heime den Videobesuch-Dienst noch kostenlos nutzen. Auf Dauer wird das aber wahrscheinlich nicht möglich sein. Wie das Projekt auf Dauer finanziert werden soll ist noch nicht geklärt.

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen den Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".