AirAsia-Maschine: Co-Pilot steuerte verunglücktes Flugzeug

30. Januar 2015 - 14:11 Uhr

Maschine war in gefährlich rasanten Steilflug

Die vor einem Monat vor Indonesien abgestürzte AirAsia-Maschine ist Ermittlern zufolge vom Co-Piloten gesteuert worden. "Der Stellvertreter ist geflogen", sagte Chef-Ermittler Mardjono Siswosuwarno unter Berufung auf den Cockpit-Rekorder. Dies sei ein völlig normaler Vorgang.

AirAsia hatte zuvor mitgeteilt, dass der erfahrene Flugkapitän rund 20.500 Flugstunden absolviert habe und der Co-Pilot etwa 2.300. Der Ermittler betonte, die Maschine sei flugtauglich gewesen. Es habe auch keine Hinweise auf eine Überladung des Flugzeugs oder eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Crew gegeben: "Die Piloten sprachen normal, was andeutet, dass sie bei guter Gesundheit waren."

Mardjono bestätigte zudem frühere Äußerungen des indonesischen Verkehrsministers, wonach die Maschine vor dem Unglück in einem gefährlich rasanten Steigflug gewesen sei. So sei der Airbus in nur 30 Sekunden von 32.000 auf 37.000 Fuß gestiegen. Die normale Steigrate für diesen Zeitraum liege bei 500 bis 1.000 Fuß. Es sei somit zu einem sogenannten Strömungsabriss an den Tragflächen und einem Absacken des Flugzeuges gekommen. Ein Strömungsabriss entsteht, wenn die Geschwindigkeit so weit sinkt, dass der Auftrieb nicht mehr ausreicht und die Maschine nicht mehr fliegt.