AirAsia-Absturz: Haben Experten die Unfallursache gefunden?

05. Januar 2015 - 20:14 Uhr

Suche nach Opfern vorerst abgebrochen

Nach dem Absturz der AirAsia-Maschine vor Borneo glauben Experten der indonesischen Regierung in einem Bericht, die Unfallursache gefunden zu haben. Eis habe die Triebwerke beschädigt, als das Flugzeug in den Sturm geriet. "Aufgrund der vorliegenden Daten war Wetter der Auslöser", hieß es in einer ersten Analyse der Wetterbehörde. "Am wahrscheinlichsten ist Vereisung." Dies sei allerdings nur ihre Einschätzung aufgrund der vorliegenden Wetterdaten, keine endgültige Schlussfolgerung, betonten die Meteorologen.

Bambang Sulistyo, der Leiter der Suchaktion.
Bambang Sulistyo, der Leiter der Suchaktion, erklärt auf einer Pressekonferenz "Der Einsatz wurde abgebrochen".
© dpa, Mast Irham

Unterdessen musste die Suche nach Opfern des AirAsia-Absturzes zunächst eingestellt werden. Zuvor hatten Suchtrupps am Meeresboden fünf größere Wrackteile des verunglückten Flugzeuges entdeckt. Schlamm und schlechte Sicht machten weitere Tauchgänge der Bergungskräfte jedoch unmöglich.

"Heute haben wir zwei Taucher losgeschickt, um das größte Objekt zu erreichen, aber die Sicht am Meeresboden war null und es war voller Schlamm", sagte der Leiter der Suchaktion, Bambang Sulistyo. "Deshalb wurde der Einsatz abgebrochen." Statt der Taucher wollen die Bergungskräfte nun ferngesteuerte U-Boote einsetzen.

"Heute haben wir zwei Taucher losgeschickt, um das größte Objekt zu erreichen, aber die Sicht am Meeresboden war null und es war voller Schlamm", sagte der Leiter der Suchaktion, Bambang Sulistyo. "Deshalb wurde der Einsatz abgebrochen." Statt der Taucher wollen die Bergungskräfte nun ferngesteuerte U-Boote einsetzen.

Insgesamt haben die Suchtrupps mittlerweile 31 Leichen aus dem Meer bergen können. Der Flugschreiber des Airbus A320 ist jedoch noch immer nicht gefunden worden. Er könnte genauere Auskunft darüber geben, warum die Maschine auf dem Weg nach Singapur abstürzte. "Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Das Signal sendet nur 30 Tage lang", sagte der Chef der indonesischen Behörde für Transportsicherheit, Tatang Kurniadi.

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Wettlauf gegen die Zeit

Der Flugschreiber des Airbus A320 ist unterdessen noch immer nicht gefunden worden. Er könnte genauere Auskunft darüber geben, warum die Maschine auf dem Weg nach Singapur abstürzte. "Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Das Signal sendet nur 30 Tage lang", sagte der Chef der indonesischen Behörde für Transportsicherheit, Tatang Kurniadi.

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Auch für die Bergung der Leichen und die Identifizierung der Toten werden die Verzögerungen bei der Suche zu einem immer größeren Problem. Bisher konnten die Helfer nach Angaben von Einsatzleiter Bambang Sulistyo 34 Leichen aus dem Wasser bergen. Es wird vermutet, dass die meisten Toten noch im Rumpf der Maschine sind. Die geborgenen Leichen werden sofort nach der Bergung ins indonesische Surabaya geflogen, wo Gerichtsmediziner rund um die Uhr an der Identifizierung arbeiten, erklärte Brigadegeneral Arthur Tampi von der indonesischen Polizei. "Die Leichen sind in einem Stadium der fortgeschrittenen Verwesung. Es ist unmöglich, Tote durch bloßes Ansehen zu identifizieren."