Aimee (24) überlebt Killer-Bakterien

02. Juli 2013 - 15:14 Uhr

Keime fressen US-Studentin von innen auf

Ihr wurden das linke Bein, der rechte Fuß und beide Hände amputiert. Das Bakterium "Aeromonas hydrophila" hat Aimee Copeland regelrecht von innen aufgefressen. Doch sie hat um ihr Leben gekämpft und offenbar gewonnen.

USA, Killer-Bakterien, Aeromonas hydrophila
Aimee Copeland hat den Kampf gegen die Killer-Bakterien gewonnen.

Nur 49 Tage nach der Infektion durfte die 24-Jährige nun erstmals das Krankenhaus verlassen - für einen Ausflug mit ihren Eltern. "Ist es nicht unglaublich, wie weit sie schon ist – und das nur nach sieben Wochen", sagt ihr Vater Andy Copeland. Er hatte Aimees Schicksal durch seinen Blog bekannt gemacht. Noch sind die Arme der Psychologie-Studentin verbunden, sie sitzt im Rollstuhl, will aber schon bald wieder laufen.

Das Schicksal, aber vor allem der Überlebenswille der 24-Jährigen hatte weltweit bewegt. Bei einem Kajak-Ausflug war Aimee von einer Seilrutsche gefallen. Die Studentin hatte eine tiefe Schnittwunde am Bein. Vier Tage lang hatte die junge Frau fast unerträgliche Schmerzen. Dann diagnostizieren Ärzte bei ihr die oftmals tödlich verlaufende Infektionskrankheit.

Aeromonas hydrophila weltweit verbreitetes Bakterium

Die "fleischfressenden" Bakterien sind nicht so selten, wie man denkt: "Aeromonas hydrophila" ist eine Bakterienspezies, die sowohl in Süßwasser als auch im Brackwasser auftreten kann. Es ist weltweit verbreitet. "Nekrotisierende Fasziitis" ist der genaue Name der Krankheit, unter der Aimee leidet - ausgelöst durch Streptokokken-Bakterien.

Gesunde Menschen reagieren jedoch meist nur mit Erbrechen und Durchfall. Gelangen die Bakterien durch eine Verletzung in den Körper, und ist das Immunsystem des Betroffenen dazu geschwächt, können sie, wie im Fall Aimee Copeland, lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen.