Aigner will Tierschutz in Landwirtschaft stärken

26. Juni 2013 - 19:31 Uhr

Bundeslandwirtschaftsministerien Ilse Aigner (CSU) will Geflügel-, Schweine- und Rinderbauern zu mehr Tierschutz verpflichten. In der "Charta für Landwirtschaft und Verbraucher" beschreibt sie kurz- mittel- und langfristige Ziele, die angestrebt werden sollen. Das Tierwohl ist eine entscheidende Richtlinie für die Mast in der Landwirtschaft. Im Tierschutzgesetz wird etwa die sogenannte Qualzucht verboten. Dementsprechend müssen Ställe und Haltungsformen bei der Aufzucht der Masttiere ausgerichtet und gegebenenfalls verändert werden. Das kann mit erheblichen Investitionen verbunden sein. Derzeit wird das Tierschutzgesetz und damit auch der Paragraf zur 'Qualzucht' novelliert.

Zuletzt waren die Haltungsbedingungen für Masthähnchen in die Schlagzeilen geraten, da in Nordrhein-Westfalen in einer Studie der umfangreiche Einsatz von Antibiotika bei den Tieren festgestellt wurde. Zurückgeführt wird der unerwünschte Medikamenteneinsatz unter anderem auf die Haltungsbedingungen.

Es ist unklar, was genau unter Tierwohl zu verstehen ist. In einem Bericht des vom Ministerium initiierten Workshopsdie Charta heißt es, bei der Definition von Tierwohl bestehe noch erheblicher Forschungsbedarf.