Afrika: 3,5 Millionen Menschen ohne Hilfe

Besonders die Kinder in Afrika brauchen dringend Nahrungsmittel.
Besonders die Kinder in Afrika brauchen dringend Nahrungsmittel.
© dpa, Boris Roessler

09. Februar 2016 - 15:06 Uhr

Nahrungsmittel nicht für alle zugänglich

Am von Dürre und Hungersnot geplagten Horn von Afrika sind noch immer etwa 3,5 Millionen Menschen ohne Hilfe. Derzeit könnten nur etwa acht Millionen Menschen in den Notgebieten von außen mit Nahrungsmitteln versorgt werden, berichtete das Welternährungsprogramm WFP in Nairobi. Manche Regionen seien derzeit kaum zugänglich, weil dort weiter Milizen ihr Unwesen treiben.

Nachdem das WFP bereits etwa 175 Millionen Euro an Spenden und Regierungsgeldern erhalten hat, fehlen der Organisation nach eigenen Angaben noch weitere 250 Millionen Dollar für die Fortsetzung der Hilfslieferungen. In Deutschland haben Privatpersonen und Unternehmen nach Angaben des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bereits 91 Millionen Euro gespendet. "Die Spendenbereitschaft der Menschen in Deutschland für die Hungernden in Ostafrika ist außerordentlich groß", sagte DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke.

Die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) will bei einem Treffen am 18. August einen Aktionsplan für die von Dürre und Hunger betroffenen Menschen am Horn von Afrika aufstellen. Für ein erstes Programm zum landwirtschaftlichen Wiederaufbau in der Dürre-Region benötige die FAO rund 72 Millionen Euro.

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Die Regierung Somalias hat nach dem Abzug der radikalislamischen Al-Schabaab-Miliz aus der Hauptstadt Mogadischu indes allen Rebellen eine Amnestie angeboten. Die Kämpfer müssten aber die Waffen niederlegen und jeglicher Gewalt abschwören, forderte die Regierung am Dienstag in einer Erklärung in Mogadischu. Die Islamisten kontrollieren weite Teile des Landes vor allem im Zentrum und im Süden, wo deshalb kaum Hilfe für die Hungernden hinkommt.

Trotz des Amnestieangebots wächst die Sorge vor neuer Gewalt. Al-Schabaab hat die Fortsetzung der Kämpfe angekündigt. Der Rückzug aus Mogadischu sei lediglich taktischer Natur. Die Friedenstruppen der Afrikanischen Union (Amison) warnten am Dienstag vor einer neuen Guerilla-Taktik und Selbstmord-Attentaten der Islamisten. Auch in Mogadischu hätten die Regierungstruppen nicht alles unter Kontrolle, so der Amison-Kommandeur Fred Mugisha. Er beklagte, dass die bisherige Truppenstärke der afrikanischen Mission von 9.000 Mann zu gering sei.

Auch in Madagaskar vor der Küste Ostafrikas sind immer mehr Menschen von Hunger bedroht: Bereits jetzt leide jedes zweite Kind an chronischer Unterernährung, erklärte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag in Antananarivo. Bei zehn bis 20 Prozent der Kinder sei die Unterernährung bereits lebensbedrohlich. Die Not auf der Tropeninsel im Indischen Ozean entwickele sich zu einer "schleichenden Katastrophe", sagte Daniel Timme von Unicef Madagaskar.

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