Afghanistan: Sarkozy stoppt nach Anschlag Militäreinsatz

Frankreich setzt nach dem tödlichen Anschlag auf vier seiner Soldaten alle Militäreinsätze in Afghanistan aus. Sollte sich die Sicherheitslage nicht verbessern, könnten die Truppen frühzeitig abgezogen werden, sagte Präsident Nicolas Sarkozy in Paris. Vorläufig würden alle Ausbildungshilfen und jede Kampfunterstützung für die afghanische Armee auf Eis gelegt.

Sarkozy, der im April zur Wahl antritt, zieht mit dem Schritt die Konsequenz aus dem Anschlag auf französische Soldaten durch einen afghanischen Kollegen. Nach einer Reihe von ähnlichen Angriffen auf westliche Soldaten in den vergangenen Monaten hatte dieser in der östlichen Provinz Kapisa nach Angaben aus afghanischen Sicherheitskreisen auch 17 weitere Soldaten verletzt. Der Schütze wurde einem Sprecher der Isaf-Schutztruppe zufolge festgenommen. Sarkozy erklärte, er habe den Verteidigungsminister und den Armee-Chef nach Afghanistan beordert.