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Affenpocken-Liveticker - Jetzt 49 Affenpocken-Fälle in Hamburg

Alle aktuellen Entwicklungen hier im Überblick

Affenpocken-Liveticker - Jetzt 49 Affenpocken-Fälle in Hamburg

Affenpocken
Die Zahl der Affenpocken-Fälle in Hamburg nimmt nach Angaben der Gesundheitsbehörde weiter zu - hier sind mittlerweile 49 Fälle bekannt. (Symbolbild)
deutsche presse agentur

Eigentlich ist ihr Vorkommen selten, und eigentlich ist die Viruserkrankung in Europa ausgerottet. Doch Anfang Mai meldete Großbritannien den ersten Affenpocken-Fall, kurz darauf schlugen auch andere europäische Länder sowie Israel, die USA und Kanada Alarm. Am 20. Mai tauchte der erste Fall auch bei uns in Deutschland auf. Was kommt da nun auf uns zu, wie gefährlich wird das Virus für uns? Wir halten Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

  • 6/29/20223:06:44 PM

    WHO: Risiko von Affenpocken-Ausbreitung unter Schwangeren und Kindern

    Der Ausbruch von Affenpocken-Infektionen in mehr als 50 Ländern bleibt für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine ernsthafte Bedrohung. "Ich bin besorgt, dass die Übertragungen anhalten, denn das würde darauf hindeuten, dass sich das Virus etabliert und Hochrisikogruppen wie Kinder, immungeschwächte Personen und schwangere Frauen treffen könnte", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

    Ein Notfallausschuss aus unabhängigen Experten hatte sich vergangene Woche noch mehrheitlich dagegen ausgesprochen, eine "Notlage von internationaler Tragweite" auszurufen. Das wäre die höchste Alarmstufe der WHO. Das hat keine unmittelbaren praktischen Konsequenzen, würde aber die Aufmerksamkeit der Behörden in aller Welt noch stärker auf das Problem lenken und soll zu noch stärkeren Bemühungen um eine Eindämmung führen.

    Der Ausschuss habe sich zwar gegen die Erklärung einer Notlage ausgesprochen, aber keinen Zweifel daran gelassen, dass die Situation ernst sei, sagte Tedros. Elf der Expertinnen und Experten seien gegen die Erklärung einer Notlage gewesen, drei dafür. "Sie empfahlen, den Ausschuss je nach Entwicklung der Lage schnell wieder einzuberufen, und das werde ich auch tun", sagte Tedros.

    Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat tagesaktuelle Statistiken über die weltweit gemeldeten Fälle im Jahr 2022 außerhalb der Länder in Afrika, in denen Affenpocken auch früher schon vorkamen. Mit Datum 28. Juni listete die CDC mehr als 4700 Fälle in diesen Ländern. Dazu kamen etwa 60 Fälle in afrikanischen Ländern mit früheren Ausbrüchen. Aus diesen Ländern meldete die WHO Anfang Juni zudem mehr als 1500 Verdachtsfälle.
  • 6/30/20229:30:00 AM

    Jetzt 49 Affenpocken-Fälle in Hamburg - Impfungen in Vorbereitung

    Die Zahl der Affenpocken-Fälle in Hamburg nimmt nach Angaben der Gesundheitsbehörde weiter zu. Demnach sind bis zum Mittwoch 49 Infektionen bei Männern mit Wohnsitz in der Hansestadt nachgewiesen worden. Eine Woche zuvor waren es 30 Infektionen gewesen. Affenpocken sind eine Viruserkrankung, die bei engem und besonders bei sexuellem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Infizierte müssten sich für 21 Tage isolieren. Infektionen mit schweren Krankheitsverläufen gab es in Hamburg den Angaben zufolge bislang nicht.

    Die Europäische Union hat mit der Auslieferung der ersten Impfstoff-Dosen gegen Affenpocken begonnen, wie EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Dienstag erklärte. Zunächst sollen 5300 Dosen nach Spanien gehen, danach werden Portugal, Deutschland und Belgien beliefert. Die Hamburger Gesundheitsbehörde bereitet nach eigenen Angaben ein Impfangebot vor. Gemäß einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission sollen zunächst Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) und häufig ihre Partner wechseln, geimpft werden.
  • 6/30/20226:23:45 AM

    Seegene entwickelt PCR-Test zum Nachweis des Affenpockenvirus

    Südkoreas führendes Unternehmen für Molekulardiagnostik (MDx), hat einen PCR-Test zum Nachweis des Affenpockenvirus entwickelt. Der Novaplex MPXV Assay, der speziell das Affenpockenvirus detektiert, wurde mithilfe des KI-basierten Testentwicklungssystems SGDDS (Seegene Digitalized Development System) in kürzester Zeit entwickelt. Dabei kamen unternehmenseigenen patentierten Technologien zum Einsatz, die in 20 Jahren MDx-Expertise ständig weiterentwickelt wurden.
  • 6/29/20226:36:51 PM

    Rheinland-Pfalz erhält 700 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken

    Rheinland-Pfalz hat 700 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken erhalten. Der Impfstoff sei am Dienstag eingetroffen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Ambulanzen und Praxen könnten ab sofort den Impfstoff über ein Formular bei der Landesregierung bestellen. Es sei geplant, die Impfungen über die HIV-Schwerpunktambulanzen und -praxen vorzunehmen. In Rheinland-Pfalz seien bislang sechs Fälle der Viruserkrankung gemeldet worden. Zuvor hatten die Zeitungen der VRM darüber berichtet.

    Impfberechtigt seien Personen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten und Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte haben und bei denen eine HIV-Infektion diagnostiziert wurde. Es sei perspektivisch vorgesehen, die Impfberechtigung künftig für alle von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (Stiko) empfohlenen Gruppen zu erweitern. Die Kommission empfiehlt eine Impfung für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten.
  • 6/29/20222:26:11 PM

    Hessen erhält 2.000 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken

    Hessen hat 2.000 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken erhalten. Sie würden dem Öffentlichen Gesundheitsdienst zur Verfügung gestellt, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Die 24 hessischen Gesundheitsämter könnten die Impfstoffe aus dem Landeslager nach Bedarf abrufen. Sie organisierten eine Impfung in eigener Verantwortung. In Hessen seien bislang 23 Fälle der Viruserkrankung gemeldet worden (Stand 28. Juni). Zuvor hatten die Zeitungen der VRM darüber berichtet.

    Das Saarland hat 220 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken erhalten. Die Anlieferung sei am Dienstag erfolgt, an welche Impfstellen sie verteilt werden, werde derzeit noch abgeklärt, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Den zuständigen Behörden im Saarland seien bislang zwei Fälle von Affenpocken gemeldet worden, die Betroffenen hätten sich allerdings zum Zeitpunkt der Erkrankung in einem anderen Bundesland aufgehalten.

    Bei der Frage, wer geimpft wird, orientiert sich Hessen den Angaben zufolge an den Kriterien der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (Stiko). Die Kommission empfiehlt eine Impfung für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten.
  • 6/29/20228:41:28 AM

    Zwei Fälle von Affenpocken in Braunschweig aufgetreten

    In Braunschweig sind zwei nachgewiesene Fälle von Affenpocken aufgetreten. Sie hängen nicht zusammen, und die Infektion erfolgte nach Erkenntnissen des Gesundheitsamtes nicht in Braunschweig. Beide betroffenen Personen sind für 21 Tage unter Quarantäne gestellt, teilte die Stadt mit.
  • 6/29/20225:06:44 AM

    EU liefert Affenpocken-Impfstoff aus

    Die Europäische Union hat mit der Auslieferung der ersten Impfstoff-Dosen gegen Affenpocken begonnen. "Ab heute treffen die ersten Impfstofflieferungen als Reaktion auf den Ausbruch der Affenpocken in den am stärksten betroffenen Ländern ein", erklärte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Dienstag. Zunächst sollen 5300 Dosen in Spanien ankommen, danach werden nach Angaben der EU-Kommission Portugal, Deutschland und Belgien beliefert. Im Juli und August sollen weitere Mitgliedsländer Impfdosen erhalten.

    Die EU hatte Mitte des Monats rund 110 000 Impfdosen der dritten Generation beim Unternehmen Bavarian Nordic eingekauft. Der Impfstoff soll den 27 EU-Staaten sowie Norwegen und Island zur Verfügung stehen. Die Verteilung der Dosen erfolgt nach Bevölkerungsgröße und der Anzahl der Affenpockenfälle.
  • 6/28/20224:20:00 PM

    Alarmsignale und Vorbeugung: Dermatologin erklärt, wo jetzt besondere Vorsicht geboten ist

  • 6/28/20223:27:01 PM

    Vereinigtes Königreich: Zahl der Affenpockenfälle knackt die 1.000er-Marke

    Die Zahl der Affenpockenfälle im Vereinigten Königreich ist auf 1.076 gestiegen, wie aus den neuesten Zahlen der britischen Gesundheitsbehörde (UKHSA) hervorgeht. Das berichtet "Sky News." Das sind 166 Fälle mehr als in der vergangenen Woche.
    Dr. Sophia Makki, Leiterin der UKHSA, sagte: "Der Ausbruch der Affenpocken im Vereinigten Königreich nimmt weiter zu, inzwischen sind landesweit über tausend Fälle bestätigt. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Fälle in den kommenden Tagen und Wochen noch weiter ansteigen wird. Wenn Sie im Sommer an großen Veranstaltungen teilnehmen oder Sex mit neuen Partnern haben, sollten Sie auf die Symptome der Affenpocken achten, damit Sie sich schnell testen lassen können und die Ansteckung nicht weitergeben."
  • 6/28/20222:13:32 PM

    EU-Arzneimittelbehörde prüft Impfstoff gegen Affenpocken

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft Daten zur Erweiterung der Zulassung eines Pockenimpfstoffes auch als Schutz gegen Affenpocken. Das Präparat Imvanex wird in der EU bereits gegen Affenpocken verwendet, ist aber bislang nur gegen Pocken zugelassen. Der Impfstoff gilt aber auch als vielversprechender Schutz gegen Affenpocken, da sich beiden Virenarten sehr ähnlich seien, wie die EMA am Dienstag in Amsterdam mitteilte. Die EMA-Experten verweisen auf Ergebnisse von Laborstudien, nach denen der Impfstoff die Produktion von Antikörpern ankurbelt, die vor der Krankheit schützen können.

    In der EU ist Imvanex zur Zeit nur begrenzt vorrätig. In den USA ist das Präparat unter dem Namen Jynneos zugelassen - auch als Schutz vor Affenpocken. Die EMA empfiehlt, vorerst das Präparat aus den USA zu importieren angesichts der zunehmenden Infektionszahlen in der EU. Die Nebenwirkungen seien milde: Schmerzen an der Einstichstelle, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit. Wie lange die Prüfung der Daten dauern wird, ist unklar.
  • 6/28/20228:54:46 AM

    Ministerium: Bislang 24 Fälle im Südwesten nachgewiesen

  • 6/28/20227:37:00 AM

    Impfstoff gegen Affenpocken in Schleswig-Holstein eingetroffen

    Die ersten 400 Impfstoff-Dosen gegen Affenpocken sind laut Sozialministerium bereits in Schleswig-Holstein eingetroffen. Weitere sollen folgen. Die ersten Dosen bekommt das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Vorgesehen ist die Impfung für Personen aus Risikogruppen. 
  • 6/26/20222:41:00 AM

    WHO: Affenpocken-Ausbruch derzeit keine internationale Notlage

    Der Ausbruch von Affenpocken in mehr als 50 Ländern wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorerst nicht als "Notlage von internationaler Tragweite" bewertet. Das gab die UN-Organisation in Genf am Samstagabend nach Beratungen eines Notfallausschusses bekannt, der aus Sorge über die Infektionen einberufen worden war. Der Ausschuss will die Lage jedoch rasch neu bewerten, falls die Ansteckungsrate und die Zahl der betroffenen Länder in den kommenden Wochen ansteigt, falls gehäuft Fälle unter vulnerablen Gruppen auftreten, oder falls sich das Virus verändert.

    "Ich bin tief besorgt über die Ausbreitung der Affenpocken, die nun in mehr als 50 Ländern nachgewiesen wurden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Seit Mai habe es 3.000 Fälle gegeben. Um den Ausbruch einzudämmen, müssten verstärkt Maßnahmen wie Überwachung, Risiko-Kommunikation, Kontaktverfolgung, Isolation, Behandlung und Impfungen eingesetzt werden, sagte er.

    Die WHO folgte der Empfehlung des Notfallausschusses Affenpocken. Darin sind unabhängige Fachleute aus aller Welt, die die Bedrohungslage beurteilen. 
  • 6/25/20225:08:00 AM

    WHO: Wegen Affenpocken keine Absage von Großveranstaltungen nötig

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht keine Notwendigkeit, wegen der ungewöhnlich großen Verbreitung der Affenpocken in diesem Sommer Massenveranstaltungen abzusagen oder zu verschieben. Dies betonten WHO-Expertinnen am Freitag in Genf. "Massenveranstaltungen als solches erhöhen nicht das Risiko der Übertragung, es ist das Verhalten auf diesen Events", hieß es. Die Veranstalter sollten jedenfalls intensiv über die Ansteckungsgefahren aufklären. "Wir müssen das Bewusstsein schärfen", sagte Meg Doherty von der WHO. Allein in Europa werden etwa 800 größere Festivals zum Teil Hunderttausende Besucher anziehen.

    Enger Kontakt wie beim Sex oder beim Berühren infizierter Stellen gilt weiterhin als Übertragungsweg der Viren. Die meisten Fälle sind bei Männern aufgetreten, die vorher Sex mit Männern hatten. Eine Stigmatisierung dieser Gruppe sei aber nicht angebracht. "Stigmatisierung hilft niemals", sagte Doherty. Weitaus die meisten Fälle der Affenpocken werden in Europa verzeichnet.
  • 6/24/20229:00:00 AM

    Studie bestätigt: Ungewöhnlich viele Mutationen bei Affenpocken-Erreger 


    Der Erreger des aktuellen Ausbruchs von Affenpocken ist laut einer Studie überraschend stark mutiert. Verglichen mit verwandten Viren aus den Jahren 2018 und 2019 gebe es rund 50 Unterschiede im Erbgut, schreibt ein Team aus Portugal im Fachblatt "Nature Medicine". Dies sei weit mehr als anhand früherer Schätzungen für diese Art von Erreger zu erwarten gewesen wäre: grob 6- bis 12-mal mehr. Der abweichende Zweig könne ein Zeichen beschleunigter Evolution sein. Die Arbeit stützt sich vor allem auf Analysen von portugiesischen Fällen.

    Bisher hatten Fachleute mit Blick auf diese Art von Virus von einer grundsätzlich eher langsamen Entwicklung gesprochen - insbesondere verglichen mit den sehr zahlreichen Mutationen von Sars-CoV-2.

    Die Autoren der Studie vermuten hinter dem aktuellen Ausbruch eine oder mehrere Einschleppungen aus einem Land, in dem das Virus dauerhaft vorkommt. Superspreader-Events und internationale Reisen schienen dann die weitere Ausbreitung befördert zu haben. "Unsere Daten liefern zusätzliche Hinweise auf anhaltende virale Evolution und mögliche Anpassung an den Menschen", schreibt das Team um João Paulo Gomes vom National Institute of Health Doutor Ricardo Jorge (INSA) in Lissabon.

    Zur Mutationsrate erklärte der Experte für die Evolution von Viren, Richard Neher (Basel), sie sei "in der Tat überraschend hoch". Die Mutationen hätten ein ganz spezifisches Muster. Die Autoren vermuteten, dass Enzyme des menschlichen Immunsystems für diese Veränderungen im Genom verantwortlich sind.

    "Auch innerhalb des aktuellen Ausbruchs sehen wir diese beschleunigte Mutation. Die Rate ist in etwa bei einer Mutation pro Genom pro Monat - mit einiger Unsicherheit", sagte Neher. Sars-CoV-2 habe etwa zwei Mutationen pro Genom pro Monat, doch dies Genom sei etwa siebenmal kleiner. Solche Vergleiche der Mutationsraten seien jedoch nicht sehr aussagekräftig und sagten nur wenig über die relative evolutionäre Wandelbarkeit der Viren aus.

    Auf die Frage, ob die Mutationen die derzeitige Verbreitung erst möglich gemacht haben, erklärte der Wissenschaftler, dass es darauf seines Wissens keine Hinweise gebe, man es aber nicht ausschließen könne. Die meisten der Mutationen hätten "vermutlich keine dramatischen Auswirkungen".
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