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Affenpocken-Liveticker - Impfungen gegen Affenpocken in Niedersachsen gestartet

Alle aktuellen Entwicklungen hier im Überblick

Affenpocken-Liveticker - Impfungen gegen Affenpocken in Niedersachsen gestartet

RKI
Das Robert Koch Institut (RKI) in Berlin.
Torsten Sukrow/SULUPRESS.DE, picture alliance

Eigentlich ist ihr Vorkommen selten, und eigentlich ist die Viruserkrankung in Europa ausgerottet. Doch Anfang Mai meldete Großbritannien den ersten Affenpocken-Fall, kurz darauf schlugen auch andere europäische Länder sowie Israel, die USA und Kanada Alarm. Am 20. Mai tauchte der erste Fall auch bei uns in Deutschland auf. Was kommt da nun auf uns zu, wie gefährlich wird das Virus für uns? Wir halten Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

  • 7/3/20225:25:07 AM

    Impfungen gegen Affenpocken in Niedersachsen gestartet 

    Wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte, wird in HIV-Schwerpunktpraxen geimpft. Dies hätten Bund und Länder vereinbart. Die Ärztinnen und Ärzte in diesen Praxen sind auf die Behandlung von HIV-infizierten beziehungsweise an Aids erkrankten Patienten spezialisiert.

    Bis Freitag waren dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) 18 PCR-bestätigte Fälle von Affenpocken-Infektionen übermittelt worden. Alle betroffenen Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren seien männlich, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Altersdurchschnitt liege bei 39 Jahren.

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Pockenimpstoff Imvanex für besonders gefährdete Personen. Dazu zählen zum Beispiel Erwachsene, die Kontakt zu Infizierten hatten, sowie Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben. Die Experten im Landesgesundheitsamt gehen davon aus, dass weitere Meldefälle hinzukommen, die Zahl aber "im überschaubaren Rahmen" bleibe. Eine Woche zuvor waren es acht bestätigte Fälle für Niedersachsen gewesen.
  • 7/2/20224:54:09 PM

    Deutschland erhält Affenpocken-Impfstoff über EU


    Deutschland hat die ersten Dosen des über die EU bestellten Impfstoffes gegen Affenpocken erhalten. Wie EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Samstag (2. Juli 2022) der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde die Lieferung über die neue EU-Behörde zur Vorsorge von Gesundheitskrisen (Hera) ermöglicht. Über diese habe die EU schnell reagieren und den Impfstoff für Mitgliedstaaten kaufen können, erklärte die Kommissarin. Mit der ersten Lieferung sollten nach Angaben aus Brüssel rund 5.300 Impfdosen nach Deutschland kommen. Insgesamt hatte die EU Mitte Juni zunächst rund 110. 000 Dosen der dritten Generation bei dem Unternehmen Bavarian Nordic bestellt, die nun nach und nach in Mitgliedsländer sowie nach Norwegen und Island ausgeliefert werden.

    In Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) mit Stand vom Freitag 1.054 Infektionen von Affenpocken registriert. Die eigentlich seltene Virus-Erkrankung, von der weltweit zuletzt mehrere Tausend Fälle nachgewiesen wurden, überträgt sich nach bisherigem Kenntnisstand hauptsächlich durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die allermeisten Betroffenen Männer, die Sex mit Männern haben. Generell kann sich aber jeder durch engen körperlichen Kontakt infizieren. Eine Impfung gegen Affenocken empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten.

  • 7/2/202210:19:16 AM

    „Müssen wachsam sein“: RKI geht von steigende Zahlen aus – Eindämmung könnte noch dauern


    Das Robert Koch-Institut (RKI) geht von weiter steigenden Infektionszahlen bei der Verbreitung der Affenpocken in Deutschland aus. „Es wird bis zum Spätsommer oder Frühherbst dauern, bis wir sehen, ob die Bemühungen, den Ausbruch einzugrenzen, erfolgreich waren“, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Samstag (2. Juli 2022). Ein Abflachen der Kurve erwarte er erst in einigen Wochen. Grund dafür sei unter anderem die lange Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen. Schaade ist optimistisch, dass die Fallzahlen sinken werden, wenn gut informiert und der Impfstoff vernünftig eingesetzt werde. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten. „Ich glaube aber, dass wir auch in den Monaten danach immer mal wieder Fälle sehen werden. Wir müssen sehr wachsam sein“, sagte der RKI-Vizepräsident.

    Mit Stand 1. Juli registrierte das RKI 1054 Infektionen von Affenpocken. Die eigentlich seltene Virus-Erkrankung, von der weltweit zuletzt mehrere Tausend Fälle nachgewiesen wurden, überträgt sich nach bisherigem Kenntnisstand hauptsächlich durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch. Nach WHO-Angaben sind die allermeisten Betroffenen Männer, die Sex mit Männern haben. Generell kann sich aber jeder durch engen körperlichen Kontakt infizieren.

  • 7/1/20226:05:00 PM

    USA ordern weitere 2,5 Millionen Impfdosen gegen Affenpocken

    Das US-Gesundheitsministerium hat bei dem dänisch-deutschen Pharmakonzern Bavarian Nordic weitere 2,5 Millionen Impfdosen gegen Affenpocken bestellt. Das Vakzin Jynneos soll Ende des Jahres und Anfang kommenden Jahres geliefert werden. "Wir arbeiten rund um die Uhr mit den Gesundheitsbehörden in den Bundesstaaten und großen Ballungsgebieten zusammen, um sie mit Impfstoffen und Medikamenten zu versorgen, um auf den aktuellen Pockenausbruch zu reagieren", sagte Gesundheitsminister Xavier Becerra am Freitag. Mit vorigen Bestellungen erhalten die Vereinigten Staaten 2022 und 2023 damit insgesamt 4,4 Millionen Impfdosen, teilte Bavarian Nordic mit. Bislang sind den den USA rund 350 Fälle einer Infektion mit Affenpocken gemeldet worden.

    "Der Ausbruch der Affenpocken entwickelt sich weiter mit einer noch nie da gewesenen Geschwindigkeit und wir begrüßen die Entscheidung der US-Regierung, der Lieferung unseres Impfstoffs Vorrang einzuräumen, um einen breiteren Zugang für Menschen mit Infektionsrisiko zu ermöglichen", sagte der Vorstandsvorsitzende von Bavarian Nordic, Paul Chaplin. In der Europäischen Union ist Jynneos unter dem Namen Imvanex derzeit nur zur Impfung gegen Pocken zugelassen. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit, ob das Vakzin auch zur Impfung gegen Affenpocken zugelassen werden kann.
  • 7/1/20223:15:00 PM

    WHO: Kein Platz für Selbstgefälligkeit im Kampf gegen Affenpocken

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO ruft die Regierungen und Bürger in Europa auf, ihre Bemühungen im Kampf gegen die Ausbreitung der Affenpocken in den kommenden Wochen und Monaten zu erhöhen. Dringende und koordinierte Maßnahmen seien unerlässlich, wenn man bei der Verbreitung der Krankheit eine Kehrtwende hinlegen wolle, erklärte der WHO-Europa-Regionaldirektor Hans Kluge am Freitag in Kopenhagen. Platz für Selbstgefälligkeit gebe es einfach nicht.

    Die Region Europa, zu der die WHO 53 Länder und damit auch viele Länder östlich der EU zählt, ist demnach weiterhin das Zentrum des aktuellen Ausbruchs. Fast 90 Prozent aller von Laboren bestätigten Fälle weltweit seit Mitte Mai gingen auf die Region zurück. Insgesamt 31 Länder und Gebiete der Region hätten Affenpockenfälle gemeldet, die Zahl der bestätigten Fälle in der Region habe sich in den vergangenen beiden Wochen auf über 4500 verdreifacht.

    Die WHO schätzt das Affenpocken-Risiko in Europa laut Kluge nach wie vor als hoch ein. 99 Prozent der Infizierten seien männlich und die meisten zwischen 21 und 40 Jahren alt, aber weitere Fälle seien auch unter Frauen und Kindern bekannt geworden. Zum Glück seien noch keine Todesfälle gemeldet worden, so Kluge.
  • 7/1/20222:18:29 PM

    Zwei Affenpocken-Infektionen im Saarland festgestellt

    Im Saarland sind zwei weitere Fälle der Viruserkrankung Affenpocken nachgewiesen worden. Der Verlauf sei bislang mild, die Betroffenen befänden sich in häuslicher Quarantäne, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Saarbrücken mit. Den Gesundheitsbehörden im Land waren bereits zwei Fälle gemeldet worden, in denen sich die Betroffenen allerdings weder zum Zeitpunkt der Infektion noch danach im Saarland aufgehalten hatten. "Wir verfolgen das Infektionsgeschehen aufmerksam und schätzen das allgemeine Infektionsrisiko für die Bürger:innen im Saarland derzeit als sehr gering ein", sagte Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD).
    Das Saarland hat in dieser Woche auch die ersten 220 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken erhalten, mit denen 110 Menschen geimpft werden können. Bei der Frage, wer geimpft wird, gelten die Kriterien der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI), wonach bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten, geimpft werden sollen.
  • 7/1/20221:09:33 PM

    Affenpocken-Infektion an sehr belasteten Oberflächen möglich

    Oberflächen, die an Affenpocken erkrankte Patienten berührt haben, können hochgradig mit dem Virus belastet sein. Das ist das Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung von Forschenden des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Zugleich werde Entwarnung gegeben: Es sei mit der Studie noch nicht bewiesen, dass sich andere Menschen durch den Kontakt der kontaminierten Oberflächen anstecken können.

    "Wir gehen davon aus, dass Oberflächen sehr stark belastet sein müssten, um sich durch den Kontakt mit dieser Oberfläche anstecken zu können", sagte Johannes Knobloch, Leiter der Studie und des Arbeitsbereichs Krankenhaushygiene des UKE. Dies betreffe wahrscheinlich vor allem in der Versorgung betroffener Patienten tätige Menschen sowie Personen, die mit einem Erkrankten zusammenleben. "Von öffentlich zugänglichen Handkontaktflächen wie Türklinken oder Aufzugknöpfen geht nach den bisherigen Erkenntnissen keine Gefährdung aus."
  • 7/1/20229:29:47 AM

    Über 1000 Affenpocken-Fälle in Deutschland gemeldet

    Im Rahmen des aktuellen Ausbruchs von Affenpocken sind in Deutschland inzwischen mehr als 1000 Fälle erfasst worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies in einer Online-Übersicht mit Stand Freitag insgesamt 1054 übermittelte Fälle aus allen Bundesländern aus. Die Risiko-Einschätzung des RKI lautet weiterhin: "Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI nach derzeitigen Erkenntnissen als gering ein." Die ersten Fälle in Deutschland waren vor etwa sechs Wochen bekannt geworden.

    "Das Erreichen dieser Zahl ist nicht beunruhigend", sagte Timo Ulrichs, Experte für Globale Gesundheit an der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin. "Es ist zwar nicht schön und hätte gleich zu Beginn viel besser kontrolliert werden müssen", die Lage sei aber überhaupt nicht mit der Corona-Pandemie vergleichbar.
  • 7/1/20227:03:52 AM

    Forscher entdecken Affenpocken-Viren in Sperma

    Das Affenpocken-Virus überträgt sich vor allem bei engem körperlichem Kontakt. Italienische Forscher prüfen nun, ob die Krankheit auch sexuell übertragen werden kann. Dabei habe das Team das Sperma von 16 infizierten Männern untersucht und konnte das Affenpocken-Virus in 14 Fällen nachweisen. "Auch Sperma kann somit ein Infektionsträger sein", sagt der Leiter des Forschungsteams Francesco Vaia, wie ntv.de berichtet.
    Dieses Ergebnis widerspreche laut Vaia somit der Vermutung, das Virus komme nur selten oder zufällig im Sperma vor. Zwar würde das Virus überwiegend durch "direkten Kontakt" mit  Pusteln übertragen, aber dieser Befund zeige, dass eben auch Sperma ein Infektionsträger sein kann. Allerdings müssen die Ergebnisse der neuen Studie noch von unabhängigen Experten überprüft werden.  
    Die Wissenschaftler wollen außerdem herausfinden, wie lange das Virus nach dem Auftreten erster Symptome im Sperma vorhanden ist. In einem der untersuchten Fälle konnte es laut Vaia auch noch drei Wochen später nachgewiesen werden. Ob das Affenpockenvirus auch in Scheidensekreten vorkommt, wird inzwischen ebenfalls untersucht.
  • 7/1/20226:39:06 AM

    Erster Affenpocken-Fall für Mecklenburg-Vorpommern gemeldet

    Für Mecklenburg-Vorpommern ist ein erster Affenpocken-Fall gemeldet worden. Es handele sich dabei um eine in Berlin festgestellte Infektion bei einem im Nordosten gemeldeten Mann, sagte am Donnerstag Anja Neutzling, Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus). Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" berichtet.

    Der Mann ist demnach im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gemeldet, er habe sich vermutlich in Berlin bei einem anderen Menschen angesteckt. Der Fall sei am 24. Juni von dort gemeldet worden. Entscheidend für die Zuordnung der Fälle ist der Ort des ersten Wohnsitzes. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Affenpocken-Fälle in Deutschland zuletzt mit rund 970 an. Berlin ist besonders betroffen.

  • 6/30/20222:18:25 PM

    EMA prüft Impfstofferweiterung von Imvanex

    Laut der "Pharmazeutischen Zeitung" prüft die Europäische Arzneimittelagentur eine Zulassungserweiterung für den bereits gegen menschliche Affenpocken eingesetzten Impfstoff Imvanex.

    Imvanex ist bereits seit 2013 als Impfstoff gegen die Pocken, auch Blattern, Variola oder auf Englisch Smallpox genannt, in der EU zugelassen. Er gehört dem deutsch-dänischen Unternehmen Bavarian Nordic. In den USA ist der gleiche Impfstoff unter dem Namen Jynneos seit 2019 auf dem Markt – dort von Anfang an auch zur Prävention von Affenpocken (Monkeypox). 
    Der Lebendimpfstoff beruht auf einem abgeschwächten, modifizierten Kuhpockenvirus, Vaccinia Ankara. Die Pockenviren ähnlich sich so sehr, dass bei einer Immunisierung gegen einen Erreger eine Kreuzimmunität gegen weitere erzeugt wird. Allerdings gibt es bislang nur Labordaten, die zeigen, dass Imvanex auch eine Antikörperantwort gegen das Affenpockenvirus auslöst und geimpfte Versuchstiere, inklusive Primaten, bei Affenpockenvirus-Exposition vor der Erkrankung schützt.
  • 6/30/20229:30:00 AM

    Jetzt 49 Affenpocken-Fälle in Hamburg - Impfungen in Vorbereitung

    Die Zahl der Affenpocken-Fälle in Hamburg nimmt nach Angaben der Gesundheitsbehörde weiter zu. Demnach sind bis zum Mittwoch 49 Infektionen bei Männern mit Wohnsitz in der Hansestadt nachgewiesen worden. Eine Woche zuvor waren es 30 Infektionen gewesen. Affenpocken sind eine Viruserkrankung, die bei engem und besonders bei sexuellem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Infizierte müssten sich für 21 Tage isolieren. Infektionen mit schweren Krankheitsverläufen gab es in Hamburg den Angaben zufolge bislang nicht.

    Die Europäische Union hat mit der Auslieferung der ersten Impfstoff-Dosen gegen Affenpocken begonnen, wie EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Dienstag erklärte. Zunächst sollen 5300 Dosen nach Spanien gehen, danach werden Portugal, Deutschland und Belgien beliefert. Die Hamburger Gesundheitsbehörde bereitet nach eigenen Angaben ein Impfangebot vor. Gemäß einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission sollen zunächst Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) und häufig ihre Partner wechseln, geimpft werden.
  • 6/30/20226:23:45 AM

    Seegene entwickelt PCR-Test zum Nachweis des Affenpockenvirus

    Südkoreas führendes Unternehmen für Molekulardiagnostik (MDx), hat einen PCR-Test zum Nachweis des Affenpockenvirus entwickelt. Der Novaplex MPXV Assay, der speziell das Affenpockenvirus detektiert, wurde mithilfe des KI-basierten Testentwicklungssystems SGDDS (Seegene Digitalized Development System) in kürzester Zeit entwickelt. Dabei kamen unternehmenseigenen patentierten Technologien zum Einsatz, die in 20 Jahren MDx-Expertise ständig weiterentwickelt wurden.
  • 6/29/20226:36:51 PM

    Rheinland-Pfalz erhält 700 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken

    Rheinland-Pfalz hat 700 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken erhalten. Der Impfstoff sei am Dienstag eingetroffen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Ambulanzen und Praxen könnten ab sofort den Impfstoff über ein Formular bei der Landesregierung bestellen. Es sei geplant, die Impfungen über die HIV-Schwerpunktambulanzen und -praxen vorzunehmen. In Rheinland-Pfalz seien bislang sechs Fälle der Viruserkrankung gemeldet worden. Zuvor hatten die Zeitungen der VRM darüber berichtet.

    Impfberechtigt seien Personen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten und Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte haben und bei denen eine HIV-Infektion diagnostiziert wurde. Es sei perspektivisch vorgesehen, die Impfberechtigung künftig für alle von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (Stiko) empfohlenen Gruppen zu erweitern. Die Kommission empfiehlt eine Impfung für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten.
  • 6/29/20223:06:44 PM

    WHO: Risiko von Affenpocken-Ausbreitung unter Schwangeren und Kindern

    Der Ausbruch von Affenpocken-Infektionen in mehr als 50 Ländern bleibt für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine ernsthafte Bedrohung. "Ich bin besorgt, dass die Übertragungen anhalten, denn das würde darauf hindeuten, dass sich das Virus etabliert und Hochrisikogruppen wie Kinder, immungeschwächte Personen und schwangere Frauen treffen könnte", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

    Ein Notfallausschuss aus unabhängigen Experten hatte sich vergangene Woche noch mehrheitlich dagegen ausgesprochen, eine "Notlage von internationaler Tragweite" auszurufen. Das wäre die höchste Alarmstufe der WHO. Das hat keine unmittelbaren praktischen Konsequenzen, würde aber die Aufmerksamkeit der Behörden in aller Welt noch stärker auf das Problem lenken und soll zu noch stärkeren Bemühungen um eine Eindämmung führen.

    Der Ausschuss habe sich zwar gegen die Erklärung einer Notlage ausgesprochen, aber keinen Zweifel daran gelassen, dass die Situation ernst sei, sagte Tedros. Elf der Expertinnen und Experten seien gegen die Erklärung einer Notlage gewesen, drei dafür. "Sie empfahlen, den Ausschuss je nach Entwicklung der Lage schnell wieder einzuberufen, und das werde ich auch tun", sagte Tedros.

    Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat tagesaktuelle Statistiken über die weltweit gemeldeten Fälle im Jahr 2022 außerhalb der Länder in Afrika, in denen Affenpocken auch früher schon vorkamen. Mit Datum 28. Juni listete die CDC mehr als 4700 Fälle in diesen Ländern. Dazu kamen etwa 60 Fälle in afrikanischen Ländern mit früheren Ausbrüchen. Aus diesen Ländern meldete die WHO Anfang Juni zudem mehr als 1500 Verdachtsfälle.
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